<?xml version="1.0"?>
<rss xmlns:blogChannel="http://backend.userland.com/blogChannelModule" xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:blog="http://bitflux.org/doctypes/blog" xmlns:php="http://php.net/xsl" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0"><channel><title>fair-fish</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/</link><description>Fairness beim Fischessen</description><generator>Flux CMS - http://www.flux-cms.org</generator><copyright>Billo Heinzpeter Studer, hps@communicum.ch</copyright><lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100</lastBuildDate><item><title>Brauchen unsere Seen mehr Phosphor?</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/05/08/phosphor.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/906/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;style type="text/css"
    &gt;

&lt;/style&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;img width="650"
     height="350"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/Brienzersee.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;em&gt;Brienzersee (Foto: Andrew Bossi/Wikimedia)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Das Verbot von phosphathaltigen Waschmitteln und der Bau zahlreicher Kl&#xE4;ranlagen f&#xFC;hrte dazu, dass sich die meisten Schweizer Gew&#xE4;sser langsam von der &#xFC;berm&#xE4;ssigen N&#xE4;hrstoffzufuhr fr&#xFC;herer Jahrzehnte erholt haben. Auch der von Natur aus eher n&#xE4;hrstoffarme Brienzersee hat nun einen N&#xE4;hrstoffgehalt erreicht, der seinem nat&#xFC;rlichen Zustand entspricht. &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Zwei im National- und St&#xE4;nderat 2012 eingereichte Motionen verlangen nun, dass der Brienzersee zum Versuchslabor wird: In einem Pilotprojekt soll wieder mehr Phosphor in den See eingeleitet werden, um das Algenwachstum k&#xFC;nstlich anzuregen. W&#xFC;rde diese Massnahme nicht ergriffen, drohe der Brienzersee, laut Motion&#xE4;ren, zu einem See ohne Fische zu werden &#x2013; mit katastrophalen Folgen f&#xFC;r die beiden Brienzer Berufsfischer und f&#xFC;r den Tourismus. Ziel der Motionen ist aber nicht nur die D&#xFC;ngung des Brienzersees, andere Seen sollen folgen.&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;In den letzten Jahren ist der Fangertrag der Brienzer Berufsfischer tats&#xE4;chlich zur&#xFC;ckgegangen&lt;span style="mso-spacerun: yes"
    &gt;&#xA0; &lt;/span&gt;Ob dies am&lt;span style="mso-spacerun: yes"
    &gt;&#xA0; &lt;/span&gt;sinkenden Phosphorgehalt liegt, ist allerdings umstritten. Laut Experten der Eawag liegt die Ursache des R&#xFC;ckgangs eher an der Art der Befischung, was der Vergleich mit den Fangertr&#xE4;gen aus dem &#xE4;hnlich n&#xE4;hrstoffarmen Thunersee zeige. Zudem gehen die Forscher davon aus, dass sich der Fangertrag durch das Pilotprojekt kaum steigern liesse.&lt;/span&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eingriff in die Natur &#x2013; wozu?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Grunds&#xE4;tzlich stellt sich die Frage, ob sich ein solcher Eingriff in ein Gew&#xE4;sser durch h&#xF6;here Fangertr&#xE4;ge rechtfertigen l&#xE4;sst. Da nur rund f&#xFC;nf Prozent des in der Schweiz konsumierten Fischs aus der Schweiz stammt und die Meere bald leergefischt sind, mag es einleuchtend erscheinen, nach den Ackerb&#xF6;den nun auch unsere Gew&#xE4;sser durch D&#xFC;ngen zu &#xAB;optimieren&#xBB;. Doch der Mehrertrag d&#xFC;rfte unseren Bedarf an Fisch wohl kaum decken, selbst wenn wir die Gew&#xE4;sser sehr massiv d&#xFC;ngen w&#xFC;rden.&lt;span style="mso-spacerun: yes"
    &gt; &lt;/span&gt;Laut Experten der EAWAG m&#xFC;ssten wir zudem einen hohen Preis daf&#xFC;r bezahlen. Eine k&#xFC;rzlich in Nature publizierte Studie konnte zeigen, das ein erh&#xF6;hter N&#xE4;hrstoffgehalt nicht nur zu einem Artenr&#xFC;ckgang f&#xFC;hrt, sondern auch die Chance f&#xFC;r die Entstehung neuer Arten verringert. &lt;/span&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Sollten die beiden Motionen scheitern, droht der Brienzersee keineswegs zu einem See ohne Fische zu werden. Stattdessen w&#xFC;rde die weltweit einzigartige Fischfauna des Brienzersees gesch&#xFC;tzt, die sich seit der letzten Eiszeit im See entwickelt hat und daher bestens an den geringen N&#xE4;hrstoffgehalt angepasst ist. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&#xA0;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Detaillierte Informationen zu diesem Thema:&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.eawag.ch/medien/publ/fb/doc/fs_phosphor_brienzersee.pdf"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;u&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;Eawag: Fakten zum Phosphor im Brienzersee&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;a href="http://www.eawag.ch/medien/bulletin/20120216/index"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;u&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"
    &gt;Eawag: Seend&#xFC;ngung bringt Fischarten zum Verschwinden&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;u&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/u&gt;&lt;/em&gt;&lt;/u&gt;&lt;a href="http://www.nature.com/nature/journal/v482/n7385/abs/nature10824.html?WT.ec_id=NATURE-20120216"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;u&gt;Nature: Eutrophication causes speciation reversal in whitefish adaptive radiations, Vonlanthen P et al.&lt;/u&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;u&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/u&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;span lang="DE-CH"
    &gt;&#xA0;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Susanne Hagen</dc:creator><dc:date>2012-05-08T09:30:43Z</dc:date></item><item><title>Senegal entzieht Fanglizenzen</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/05/07/senegal-entzieht-fanglizenzen.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/900/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="600"
     height="399"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/Kovas.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die neue Regierung der Republik Senegal hat 29 Fanglizenzen f&#xFC;r ausl&#xE4;ndische Trawler annulliert. Die Lizenzen waren vom fr&#xFC;heren Fischereiminister eigenm&#xE4;chtig und in Verletzung der geltenden Gesetze vergeben worden. &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit habe die neue Regierung per Ende April 2012 alle Lizenzen an ausl&#xE4;ndische Boote f&#xFC;r die&#xA0; Hochseefischerei beendet, verlautete aus dem Fischereiministerium. Der Minister selbst erkl&#xE4;rte, Kreise der senegalesischen Fischerei h&#xE4;tten diesen Schritt dringendst gefordert. Tats&#xE4;chlich hatten verschiedene Organisationen der artisanalen Fischerei von der Regierung Wade wiederholt verlangt, die Lizenzen zur&#xFC;ckzuziehen. Insbesondere die  Conf&#xE9;d&#xE9;ration Africaine des Organisations Professionelles de P&#xEA;che Artisanale (&lt;a target="_blank"
     href="http://aprapam.org"
    &gt;CAOPA&lt;/a&gt;) brandmarkte die besonders undurchsichtige Vergabe von Lizenzen an russische Trawler. Und Greenpeace, die in Afrika Fuss zu fassen sucht, unterst&#xFC;tzte die Forderungen der Fischer. Alles vergebens &#x2013; die Regierung Wade argumentierte stets, diese Lizenzvergaben seien &#xAB;notwendig f&#xFC;r die Bed&#xFC;rfnisse der Finanzen der Republik&#xBB;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Macky Sall, Ende M&#xE4;rz 2012 neu gew&#xE4;hlter Pr&#xE4;sident der Republik Senegal, hatte Anfang April erkl&#xE4;rt, seine Regierung werde die &#xAB;Bedingungen der Lizenzvergabe &#xFC;berpr&#xFC;fen&#xBB; und &#xAB;entschieden gegen die illegale Pl&#xFC;nderung der senegalesischen Fischgr&#xFC;nde&#xBB; vorgehen. Fisch ist Senegals wichtigstes Exportprodukt, und die Fischerei ist der wichtigste Beschaffer von Arbeitspl&#xE4;tzen im westlichst gelegenen Land Afrikas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Quellen/Sources:&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.seneweb.com/news/Economie/le-gouvernement-annule-29-autorisations-de-peche_n_65574.html"
    &gt;&lt;em&gt;en fran&#xE7;ais&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.greenpeace.org/austria/de/News/Aktuelle-Meldungen/Meere-News/Umwelterfolg-in-Westafrika--Senegal-entzieht-schwimmenden-Fischfabriken-Fanglizenz/"
    &gt;&lt;em&gt;auf deutsch&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="251"
     align="left"
     hspace="8"
     height="188"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/thiof.jpg"
    /&gt;Lizenzeinnahmen privatisiert&#x2026;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wohin das Geld verschwunden ist, welches der ehemalige Fischereiminister f&#xFC;r die illegalen Lizenzen gekriegt hat, wird nach dem Regierungswechsel allm&#xE4;hlich klarer. Der ehemalige Pr&#xE4;sident der senegalesischen Anwaltskammer erhob Anfangs Mai 2012 Anklage gegen den im M&#xE4;rz 2012 abgew&#xE4;hlten greisen Staatspr&#xE4;sidenten Abdoulaye Wade: Er und sein Regime h&#xE4;tten der Republik Senegal 642 Millionen &#xF6;ffentlicher Mittel entwendet und auf Banken in Paris und in Golfstaaten verschwinden lassen. Die senegalesische Zivilgesellschaft ist geschockt &#xFC;ber diese Nachricht und verlangt, dass die Gelder repatriiert und die Schuldigen bestraft werden. &lt;br/&gt;
Das d&#xFC;rfte zur ersten harten Probe daf&#xFC;r werden, wie radikal die neue Regierung mit den alten Machenschaften bricht. Es gibt Stimmen, die darauf hinweisen, dass auch Mitglieder der neuen Regierung an der Geldw&#xE4;sche beteiligt seien. &lt;br/&gt;
Der neue Pr&#xE4;sident der Republik, Macky Sall, war einst Regierungschef unter Wade gewesen. In jener Zeit hatte er Regionalentwicklungsmittel f&#xFC;r den Bau eines Flughafens in der menschenleeren Ebene des Saloum nahe der Stadt Fatick abgezweigt, deren B&#xFC;rgermeister er war. Er kennt die Schliche und hat sie wohl auch in andern F&#xE4;llen angewandt. Jetzt muss er zeigen, dass er selber mit diesen &#xFC;blen Gepflogenheiten r&#xFC;cksichtslos bricht. &lt;br/&gt;
Darauf k&#xF6;nnen die Menschen im Senegal nur hoffen. Ihre schwierige &#xF6;konomische Situation hatte sich im Lauf der letzten zehn, zwanzig Jahre nur noch verschlimmert. Angesicht europ&#xE4;ischer Rettungsschirme in Billionenschwere m&#xF6;gen sich 642 geklaute Millionen wie ein Nichts ausnehmen &#x2013; f&#xFC;r ein armes Land wie den Senegal ist das viel Geld. Noch wichtiger aber ist ein Bruch mit der &#xAB;Tradition&#xBB;, dass Senegalesen, die &#xAB;oben&#xBB; angelangt sind, ihre Untertanen gnadenlos ausnehmen und selber nur noch auf der faulen Haut liegen, wie einst die arabischen und danach die europ&#xE4;ischen Kolonisatoren. Da geht es dann rasch um Milliarden&#x2026;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Sources en fran&#xE7;ais:&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.seneweb.com/news/Politique/detournement-de-430-milliards-vers-l-rsquo-etranger-les-senegalais-choques-par-le-scandale_n_65978.html"
    &gt;&lt;em&gt;Les S&#xE9;n&#xE9;galais choqu&#xE9;s&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.leral.net/Accuse-d-avoir-planque-430-milliards-Wade-en-colere_a37962.html"
    &gt;&lt;em&gt;Wade en col&#xE8;re&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.seneweb.com/news/Politique/senegal-quot-voleurs-a-col-blanc-quot-macky-sall-declenche-les-hostilites_n_66029.html"
    &gt;&lt;em&gt;Macky Sall contre les voleurs &#xE0; col blanc&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>.FRANCAIS</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-05-07T11:00:31Z</dc:date></item><item><title>EU hilft Dritte Welt leer fischen</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/23/eu-dritte-welt.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/867/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h4&gt;&lt;strong&gt;&lt;img alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/kayar.JPG"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Kayar, gr&#xF6;sster Pirogenhafen im Senegal (Studer/fair-fish)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Europ&#xE4;ische Fangschiffe operieren zunehmend in fremden Meeren. Denn sie haben die europ&#xE4;ischen Meere seit den 1950er Jahren praktisch leergefischt. Schon 88 Prozent der europ&#xE4;ischen Fischbest&#xE4;nde sind laut EU-Kommission (2009) ersch&#xF6;pft. Der Fang in fremden Gew&#xE4;ssern wird in der Regel durch Fischereiabkommen geregelt; nicht immer zum Vorteil der L&#xE4;nder in andern Kontinenten.&lt;br/&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
Die EU unterh&#xE4;lt mit zahlreichen Entwicklungsl&#xE4;ndern Fischereiabkommen. F&#xFC;r Zahlungen der EU in der H&#xF6;he von einigen Millionen Euro pro Jahr erhalten europ&#xE4;ische Schiffe das Recht, im Meeresgebiet des betreffenden Landes eine bestimmte Menge Fisch zu fangen. Die Abkommen enthalten in der Regel Bestimmungen zur F&#xF6;rderung der lokalen Fischerei und Verarbeitung im betreffenden Land. Sie erwecken damit den Anschein entwicklungspolitischer Korrektheit. In der Praxis sind die damit ausgel&#xF6;sten Massnahmen aber oft Augenwischerei. Von einer Entwicklung hin zur autonomen Bewirtschaftung der nationalen Fischbest&#xE4;nde durch die lokale Branche kann keine Rede sein. Das wirkliche Ziel dieser Abkommen ist es, europ&#xE4;ischen Fangschiffen Zugang zu fremden Ressourcen zu verschaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Raubbau auch ohne EU-Fischereiabkommen &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Republik Senegal unterhielt die EU jahrzehntelang ein Fsichereiabkommen. Dessen Erneuerung scheiterte 2006, weil die senegalesischen Fischer von ihrer Regierung bessere Bedingungen verlangten. Nachdem die EU nicht entgegenkam, besteht heute ein vertragsloser Zustand. Einzelne EU-Staaten haben mit Senegal eigene Abkommen abgeschlossen, die freilich noch unvorteilhafter f&#xFC;r die lokalen Fischer sind. Zudem hat die Regierung zum Teil geheime Abkommen mit Staaten ausserhalb der EU abgeschlossen, welche die Fischer zu Protesten veranlassten. War schon zu Zeiten der EU-Abkommen unklar, wohin das Geld eigentlich floss, herrscht nun unter der quasidiktatorischen Regierung des greisen Abdoulaye Wade vollkommene Dunkelheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass europ&#xE4;ische Schiffe in fernen Meeren fischen, dient nicht nur der Versorgung Europas mit Fisch, sondern soll den heimischen Industriellen vor allem ihr eigenes Gesch&#xE4;ft sichern. So sind F&#xE4;lle bekannt, in welchen etwa deutsche Schiffe vor Maurentanien fischen, um den Fang dann in afrikanische L&#xE4;ndern zu verkaufen. Sie liefern zu Preisen, die unter den Kosten der afrikanischen Kleinfischer liegen. Was bisher die Afrikaner unter sich ausgehandelt hatten, n&#xE4;hrt nun Unternehmer und Arbeiter im Norden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="170"
     hspace="8"
     height="167"
     align="left"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/gaoussou.jpg"
    /&gt;Gaoussou Gueye, der Gneeralsekret&#xE4;r des Verbandes der westafrikanischen Kleinfischer, bringt es auf den Punkt: Zu kolonialen Zeiten hat man die Afrikaner wenigstens noch das Rohprodukt erarbeiten lassen; in nachkolonialen Zeiten nimmt man ihnen sogar das noch weg. Doch Gueye ist nicht grunds&#xE4;tzlich gegen Fischereiabkommen mit der EU &#x2013; falls sie nicht nur um auf dem Papier &#xAB;partnerschaftlich&#xBB; und &#xAB;nachhaltig&#xBB; sind. Die schlimmste Ausbeutung ortet er nicht bei der Fischerei unter EU-Regelung, sondern bei den Aktivit&#xE4;ten russischer, chinesischer und koreanischer Fangflotten. Die fischen zum Teil dank geheimen Abkommen mit Ministern, welche das Geld ohne jede Kontrolle verschwinden lassen.&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&#xAB;Externe Dimension&#xBB; der EU-Fischereipolitik&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im EU-Chargon heisst alles, was die Fischerei ausserhalb EU-Gew&#xE4;ssern betrifft, &#xAB;externe Dimension&#xBB; der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU (GFP). Sie ist auch ein Thema bei der laufenden GFP-Reform, die eine Antwort auf Kritiken in- und ausserhalb Europas geben muss. Ein Beispiel: Bisher war in den Fischereiabkommen festgelegt, dass ein Viertel der EU-Zahlungen zum Aufbau der lokalen Fischerei verwendet werden soll. Die Fischereiminister der EU haben sich im M&#xE4;rz darauf geeinigt, dass dieser Betrag k&#xFC;nftig fix festgelegt werden soll, unabh&#xE4;ngig von der H&#xF6;he der Zahlungen f&#xFC;r die Fischereirechte. Das mag ein kleiner Fortschritt sein, &#xE4;ndert aber nichts daran, dass die Entwicklung von aussen auferlegt wird, von Staaten und Unternehmen, die nur daran interessiert sind, m&#xF6;glichst viel Fisch von den Entwicklungsl&#xE4;ndern zu bekommen. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die Versorgung der lokalen Bev&#xF6;lkerung mit Fisch ger&#xE4;t dabei weitgehend ausser Betracht. Dabei sind viele V&#xF6;lker des Welts&#xFC;dens dringender auf die Eiweissquelle Fisch angewiesen als die V&#xF6;lker Europas.&#xA0; Denn anders als wir im Norden k&#xF6;nnen sie sich Fleisch kaum leisten.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;img width="170"
     hspace="8"
     height="215"
     align="left"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/loevin.jpg"
    /&gt;Die gr&#xFC;ne Abgeordnete Isabella L&#xF6;vin (Schweden) hat in der Fischereikommission des Europ&#xE4;ischen Parlaments einige Forderungen eingebracht, welche den Schaden begrenzen sollen. Denn sie bef&#xFC;rchtet, dass die abnehmenden Fischbest&#xE4;nde in den L&#xE4;ndern des S&#xFC;dens dazu f&#xFC;hren, dass europ&#xE4;ische Fischereinationen versuchen, ausserhalb von EU-Fischereiabkommen aktiv zu werden. Dadurch w&#xFC;rde die Nachhaltigkeit der Fischerei erst recht in Frage gestellt.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
L&#xF6;vin verlangt, dass die EU die Kontrolle &#xFC;ber alle Aktivit&#xE4;ten von europ&#xE4;ischen Fangschiffen in fremden Meeren haben m&#xFC;sse. Die konservative spanische Abgeordnete Carmen Fraga kritisierte L&#xF6;vin f&#xFC;r ihre wenig &#xAB;liberale&#xBB; Haltung. Sie verlangte ihrerseits, dass europ&#xE4;ische Schiffe weniger f&#xFC;r den Fang in fremden Gew&#xE4;ssern zahlen sollen, weil sie sonst nicht wettbewerbsf&#xE4;hig seien mit den Fleeten aus China, Russland, Japan, Korea usw. Im Klartext: die EU soll den L&#xF6;wenanteil der geb&#xFC;hren bezahlen &#x2013; wahrhaft eine &#xAB;liberale&#xBB; Haltung&#x2026;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Partnerschaftlich kann nur heissen: Entwicklung f&#xF6;rdern&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch Diskussion &#xFC;ber Vertragsbedingungen mit Drittstaaten l&#xE4;sst sich das Problem offensichtlich nicht l&#xF6;sen. fair-fish hat daher schon zu Beginn der laufenden GFP-Reform vorgeschlagen, dass L&#xE4;nder ausserhalb der EU ihre Fischgr&#xFC;nde grunds&#xE4;tzlich selber nutzen sollen. Europ&#xE4;ische Fangschiffe haben dort nichts zu suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die EU die Entwicklung der Fischerei und der Verarbeitung in dies L&#xE4;ndern f&#xF6;rdern will, soll sie das aus Solidarit&#xE4;t tun und nicht aus Eigeninteresse. Anstatt Millionen auszugeben f&#xFC;r die Fangrechte europ&#xE4;ischer Fischindustrieller in fremden Meeren, m&#xFC;sste die EU den L&#xE4;ndern im Welts&#xFC;den mithelfen, eigene Infrastrukturen f&#xFC;r Anladung und K&#xFC;hlung, Systeme f&#xFC;r Kontrolle und &#xDC;berwachung, Institute zur Erforschung der Fischbest&#xE4;nde und Qualit&#xE4;tssicherung aufzubauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Devisen zu erwirtschaften, werden die L&#xE4;nder des S&#xFC;dens den Fisch, den sie nicht selber ben&#xF6;tigen, gerne in den europ&#xE4;ischen Markt exportieren &#x2013; aber sie sollen es aus freien St&#xFC;cken tun, in Eigenregie und auf Augenh&#xF6;he &#x2013; und nicht in alten kolonialen Verh&#xE4;ltnissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Bewegung in dieser Richtung ist bisher leider nirgends erkennbar.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://cfp-reformwatch.eu/2012/01/meps-support-eu-eco-label-for-fish/"
    &gt;Fischereikommission des Europ&#xE4;ischen Parlaments&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/pech/dt/888/888516/888516en.pdf"
    &gt;Details dazu (L&#xF6;vin)&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/files/pdf/aktuell/info-18.pdf"
    &gt;Ende Abkommen EU-Senegal&lt;/a&gt; (dort Seite 6)&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/wissen/politik/europa1.html"
    &gt;Vorschl&#xE4;ge fair-fish zur GFP-Reform&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fairtrade</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-23T22:06:28Z</dc:date></item><item><title>EU diskutiert &#xFC;ber ein Label statt &#xFC;ber Massnahmen</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/23/eu-label.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/860/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="273"
     hspace="8"
     align="left"
     height="185"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/aigner.jpeg"
     alt=""
    /&gt;Labels f&#xFC;r nachhaltig gefangenen Fisch zeigen mit dem guten Beispiel, dass es anders geht. Gleichzeitig sind sie eine sinnvolle Orientierungshilfe beim Einkauf . Aber Labels l&#xF6;sen das eigentliche Problem nicht. Denn die zuverl&#xE4;ssigen Labels zusammengez&#xE4;hlt umfassen nur etwa einen F&#xFC;nftel aller F&#xE4;nge. Der grosse Rest ist irgendwie gefangen worden, vielleicht nachhaltig, vermutlich eher r&#xFC;cksichtslos. &lt;br/&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0; &lt;em&gt;Bundesministerin Ilse Aigner&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die EU ist weltgr&#xF6;sster Importeur von Fisch und selber mit eigenen Flotten weltweit unterwegs. Sie m&#xFC;sste sich eher um die vier F&#xFC;nftel nicht zertifizierter F&#xE4;nge Sorgen machen. Stattdessen diskutieren die Fischereipolitiker in der EU dar&#xFC;ber, ob sie nicht selber auch noch ein Label schaffen sollen. Als ob das ihre Aufgabe w&#xE4;re.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner, in deren Zust&#xE4;ndigkeit auch die Fischerei f&#xE4;llt, stellt sich das so vor: Die EU legt ein Umweltsiegel f&#xFC;r Fisch fest, welchem sich die Fischereien freiwillig unterstellen k&#xF6;nnen. Kriterien: der Zustand des jeweiligen Fischbestands und die Auswirkungen der Fangmethode auf die Meeresumwelt.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Aigner verfolgt dabei eine Idee, die leider auch von der Mehrheit der Fischereikommission des Europ&#xE4;ischen Parlaments geteilt wird. Selbst Konservative und Liberale sehen offenbar kein Problem darin, eine typische Aufgabe des Marktes staatlich regeln zu wollen. Einzige die gr&#xFC;ne Abgeordnete Isabella L&#xF6;vin (Schweden) sprach sich klar gegen ein EU-Label aus.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Bestehende Labels machen das schon&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Was w&#xFC;rde denn ein EU-Label bringen, was nicht schon die bestehenden Labels schaffen? Eigentlich gar nichts. Seit etwa 2000 schon haben Fischereien die M&#xF6;glichkeit, sich gegen die Kriterien des vom WWF gegr&#xFC;ndeten Labels Marine Stewardship Councils (MSC) zertifizieren zu lassen. Das Problem dabei: Das Zertifizierungsverfahren ist sehr komplex und langwierig und daher mit Kosten von mehreren hunderttausend Euro verbunden. Kleinere Fischereien oder solche in armen L&#xE4;ndern k&#xF6;nnen da kaum mithalten.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Doch seit 2005 gibt es eine erschwingliche Alternative: das ebenfalls international t&#xE4;tige Label Friend of the Sea (FOS). Es hat den Vorteil, dass es einzelne Fischereiunternehmen zertifizieren kann, w&#xE4;hrend MSC im Prinzip verlangt, dass alle, die in der selben Region auf die selbe Art fischen, in die Zertifizierung einbezogen werden m&#xFC;ssen. Darum ist der Pr&#xFC;fprozess bei FOS erheblich rascher und g&#xFC;nstiger. Daf&#xFC;r sind die FOS-Kriterien strenger: bei &#xFC;berfischten Best&#xE4;nden oder zerst&#xF6;rerischen Fangmethoden (Grundschleppnetz) ist ein Zertifikat ausgeschlossen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Thunf&#xE4;nger haben zudem die M&#xF6;glichkeit, sich f&#xFC;r das &#xAB;Dolphin Safe&#xBB; zu zertifizieren, das bereits 1986 von der grossen USamerikanischen Umweltorganisation Earth Island Institute geschaffen wurde. Dolphin Safe ist das erste und bis heute auf dem Markt erfolgreichste Label f&#xFC;r nachhaltige Fischerei. Zu unrecht wird es vor allem vom WWF immer wieder als &#xAB;nicht vertrauensw&#xFC;rdig&#xBB; abgetan. Tatsache ist, dass in diesem Programm der Beifang von Delfinen und anderen Wassertieren praktisch eliminiert werden konnte. Tatsache ist auch, dass auf den zertifizierten Schiffen unabh&#xE4;ngige Beobachter anwesend sind (was bei MSC nicht der Fall ist) und dass der Warenfluss des Thunfischs wie bei MSC bis zur Kundenfront kontrolliert wird.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Ein EU-Label bringt bestenfalls nichts und schlimmstenfalls Probleme&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Warum Ilse Aigner da noch ein EU-eigenes Label will, ist schleierhaft. Entweder legt es vergleichbare Kriterien an wie die erw&#xE4;hnten drei Labels; dann wird es kaum zus&#xE4;tzliche Fischereien geben, die sich daf&#xFC;r qualifizieren k&#xF6;nnen. Oder aber die Kriterien f&#xFC;r das EU.Label sind wesentlich lascher; dann aber bringt es den Fischbest&#xE4;nden keine Erholung.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Wenn die EU &#xFC;berhaupt im Bereich der Labels t&#xE4;tig werden soll, dann w&#xE4;re es sinnvoller, sie definiert die Kriterien, welche ein Label erf&#xFC;llen muss, um von der EU anerkannt zu werden. Das k&#xF6;nnte eine gewisse Hilfe sein f&#xFC;r Konsument/innen, die sich mit verschiedenen Labels nicht auskennen. &lt;br/&gt;
Doch auch da braucht es die EU eigentlich gar nicht mehr, denn solche Anforderungen an Labels hat die UNO-Agrar- und Ern&#xE4;hrungsorganisation (FAO) schon vor Jahren festgelegt. Die EU k&#xF6;nnte diese Anforderungen einfach &#xFC;bernehmen. Eine eigene Kriterienliste der EU w&#xFC;rde nur dann Sinn machen, wenn sie strenger angelegt w&#xE4;re; doch dann w&#xFC;rden sie nicht einmal alle Fischereien erf&#xFC;llen, die sich bisher f&#xFC;r eines der genanten Labels zertifizieren konnten. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Zu bef&#xFC;rchten ist allenfalls, dass Aigner aus der etwas einseitigen deutschen Optik etwas anderes im Sinn hat: Kriterien, welche nur vom MSC-Label erf&#xFC;llt w&#xFC;rden. Denn im Gegensatz zu andern europ&#xE4;ischen L&#xE4;ndern hat der deutsche Markt bisher fast nur das MSC-Label adoptiert &#x2013; &#xFC;brigens mit F&#xF6;rderung des Bundes, der in dieser Frage einseitig in den Markt eingegriffen hat. Dessenungeachtet beginnen sich in letzter Zeit verschiedene deutsche Anbieter auch f&#xFC;r FOS-zertifizierte Produkte zu interessieren, um ihr Sortiment aus nachhaltiger Fischerei zu erweitern. Eine einzig auf die MSC-Philosophie ausgerichtete Politik st&#xFC;nde im Widerspruch zur Absicht, m&#xF6;glichst grosse Marktsegmente zu einer nachhaltigen Praxis zu bewegen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Fazit:&lt;/strong&gt; Die EU-Fischereiminister t&#xE4;ten besser daran, die Labelorganisationen ihre Arbeit tun zu lassen und sich um ihre eigentlichen Aufgaben zu k&#xFC;mmern. Die Gemeinsame Fischereipolitik der EU muss endlich daf&#xFC;r sorgen, dass die Fischerei insgesamt die Fischbest&#xE4;nde und die marine Umwelt nicht weiter besch&#xE4;digt. Dies auch im langfristigen Interesse der Fischereien selber. &lt;br/&gt;
Was f&#xFC;r Massnahmen dies konkret bedingt, &lt;a href="http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/23/eu-fischereiform-bleibt-zimperlich.html"
     target="_blank"
    &gt;haben wir an anderer Stelle ausgef&#xFC;hrt.&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;&#x2013;&lt;a href="http://www.taz.de/!90024/"
     target="_blank"
    &gt; Pl&#xE4;ne von Bundesministerin Aigner&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://cfp-reformwatch.eu/2012/01/meps-support-eu-eco-label-for-fish"
    &gt;Fischereikommission des Europ&#xE4;ischen Parlaments&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/pech/dv/889/889343/889343_en.pdf"
     target="_blank"
    &gt;&#x2013; Details dazu&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/wissen/richtlinien/"
    &gt;&lt;em&gt;Info zu Labels&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>Labels und Zertifizierung</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-23T21:02:47Z</dc:date></item><item><title>EU-Fischereiform bleibt zimperlich</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/23/eu-fischereiform-bleibt-zimperlich.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/854/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="452"
     height="319"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/rueckwurf.jpg"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Fischereiminister der EU-Mitgliedstaaten sind sich im Grundsatz einig: Der R&#xFC;ckwurf von &#xAB;unn&#xFC;tzen&#xBB; Fischen soll k&#xFC;nftig verboten werden. Noch strittig ist freilich die &#xAB;Ausgestaltung&#xBB; dieses Verbots. Damit ist weiterhin v&#xF6;llig offen, ob die h&#xE4;ngige Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der EU mehr bringt als die bis heute skandal&#xF6;se Pl&#xFC;nderung europ&#xE4;ischer und fremder Meere.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Bisher sp&#xFC;lt die europ&#xE4;ische Fangindustrie etwa die H&#xE4;lfte der gefangenen Fische gleich wieder ins Meer zur&#xFC;ck. Schuld daran sind eine r&#xFC;cksichtslose Technik, die Jagd nach besonders hochpreisigem Fisch und die EU selbst. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die bis heute geltende EU-Regelung verbietet das Anlanden von Fischarten, deren Fangquote f&#xFC;r das laufende Jahr bereits ersch&#xF6;pft ist. Gleiches gilt f&#xFC;r Jungfische, die sich noch nicht fortpflanzen konnten. Also &#xFC;ber Bord damit. &lt;br/&gt;
Industrielles Fangger&#xE4;t wie z. B. grosse Schleppnetze oder kilometerlange Langleinen sammelt alles M&#xF6;gliche ein, auch Fische, die sich nicht vermarkten lassen &#x2013; weg damit.&lt;br/&gt;
Aus der Masse der industrielle gefangenen Fische werden oft nur die besonders begehrten Exemplare aussortieren, die jenen hohen Preis l&#xF6;sen &#x2013; der Rest ist Abfall, weg damit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;K&#xFC;nftig alle F&#xE4;nge anlanden, aber&#x2026;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die EU-Kommission will das Problem aus der Welt schaffen, indem k&#xFC;nftig der ganze Fang angelandet werden soll. Dabei w&#xFC;rden alle angelandeten Fische auf die Fangquote der betreffenden Art angerechnet. Was bis anhin ins Meer zur&#xFC;ckgeworfen worden w&#xE4;re, soll nicht verwertet werden d&#xFC;rfen. Denn die EU-Kommission z&#xE4;hlt auf einen marktwirtschaftlichen Anreiz: wer nicht selektiv fischt, soll durch h&#xF6;here Produktionskosten bestraft werden.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Genau hier sind sich die Fischereiminister nicht einig. Spanien und Frankreich fordern unter dem Druck ihrer m&#xE4;chtigen Fischereilobbies grossz&#xFC;gige Ausnahmen. Verlangt wird, dass nicht vermarktbare Fische zu Fischmehl verarbeitet werden d&#xFC;rfen, unter Bezahlung des Rohmaterials. Verwerten statt Entsorgen w&#xE4;re nat&#xFC;rlich vorzuziehen, wenn der Fisch schon mal an Land ist. Das Problem ist freilich, dass er &#xFC;berhaupt dem Meer entrissen wurde &#x2013; dies ist es, was verhindert werden muss.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Gefordert wird auch, dass R&#xFC;ckw&#xFC;rfe erlaubt bleiben, wenn die betreffende Fischart dabei &#xFC;berlebt. Einmal abgesehen davon, dass es v&#xF6;llig r&#xFC;cksichtslos ist, Fische zu fangen, nur um festzustellen, dass sie doch nicht ganz den erw&#xFC;nschten Preis l&#xF6;sen werden: unerw&#xFC;nschte Fische wieder ins Meer zur&#xFC;cksetzen, damit sie weiterleben k&#xF6;nnen, klingt ja scheinbar recht vern&#xFC;nftig. Die Frage ist freilich, in welchem Zeitabstand vom Fangzeitpunkt das &#xDC;berleben gemessen wird. Einige Stunden nach dem Fang mag die &#xDC;berlebensrate ja noch annehmbar aussehen. Die Verletzungen durch den Fang sind aber derart, dass die allermeisten Fische &#xFC;ber kurz oder lang daran sterben&#x2026;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;F&#xFC;r marktwirtschaftliche Anreize ist es zu sp&#xE4;t&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Marktwirtschaftliche Anreize k&#xF6;nnen das jahrzehntealte Problem der EU-Fischereipolitik nicht mehr l&#xF6;sen, daf&#xFC;r ist es zu sp&#xE4;t. Zu lange haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten Anreize finanziert, welche vern&#xFC;nftige Marktmechanismen komplett ausgehebelt haben. Gewonnen haben nicht jene, die viele Arbeitspl&#xE4;tze schaffen, sondern die grossen Industriefischer. Belohnt wurden nicht die schonendsten Bewirtschafter der Fischbest&#xE4;nde, sondern jene, die den gr&#xF6;ssten Raubbau betrieben. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Mittlerweile stehen die europ&#xE4;ischen Fischbest&#xE4;nde vor der Ersch&#xF6;pfung. Was getan werden muss, liegt auf der Hand, und es wird weh tun. Die EU-Fischereipolitik tut schon sehr lange sehr weh: den Fischen. Jetzt darf sie auch einmal jenen weh tun, die bisher EU-Gelder daf&#xFC;r kassiert haben, dass sie die Meere pl&#xFC;nderten.&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was zu tun bleibt, aber bald&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine hilfreiche Reform der EU-Fischereipolitik sieht so aus:&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
1) Reduktion der Fangmengen auf weniger als die H&#xE4;lfte, f&#xFC;r jeden Fischbestand so lange, bis er sich erholt hat. Verbot von nicht nachhaltigen Fangmethoden.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
2) Zinslose Darlehen an Fischer zum Ausgleich der Einkommensverluste, r&#xFC;ckzahlbar aus den Mehrertr&#xE4;gen, welche die Fangbeschr&#xE4;nkung gebracht hat. Ausstieghilfen f&#xFC;r Fischer, welche die neue Politik nicht mittragen wollen. Beihilfen f&#xFC;r Besitzer von Fischereischiffen, die nachweislich verschrottet wurden.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
3) Schluss mit Subventionen von EU und Mitgliedstaaten f&#xFC;r die Fischerei. Bei gesunden Fischbest&#xE4;nden kann sich eine vern&#xFC;nftige Fischerei selber finanzieren.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
4) Schluss mit Subventionen f&#xFC;r eine Aquakultur, die auf Meerfisch f&#xFC;r die F&#xFC;tterung beruht.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
5) Schluss mit Propaganda aus &#xF6;ffentlichen Mitteln f&#xFC;r den Fischkonsum. Meine Gesundheit ist nicht abh&#xE4;ngig davon, ob ich zweimal die Woche Fisch oder t&#xE4;glich Fisch&#xF6;lkapseln zu mir nehme &#x2013; erst recht nicht, wenn nicht mehr Fisch zur Verf&#xFC;gung steht als 1x pro Monat f&#xFC;r jeden Menschen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.taz.de/!90020/"
    &gt;Beschluss EU-Fischereiminister&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/06/spanien-fische-wegwerfen-fuer-profit.html"
    &gt;Spaniens Haltung zu R&#xFC;ckw&#xFC;rfen&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/wissen/politik/europa.html"
    &gt;fair-fish zur EU-Fischereireform&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/files/pdf/feedback/facts-5.pdf"
    &gt;&lt;em&gt;Fischkonsum und verf&#xFC;gbare Menge&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#x2013; &lt;a href="http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2011/02/27/eu-soll-ihre-beifang-politik-aendern-aber-wie.html"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;Zur R&#xFC;ckwurfsproblematik&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-23T09:29:14Z</dc:date></item><item><title>Wie viel ist dem Angler sein Hobby wert?</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/16/wert-des-angelns.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/849/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="300"
     hspace="8"
     height="225"
     align="left"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/freizeitangeln.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;em&gt;Foto: Reuven Walder/Marine Photobank&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Die Meeres- und Atmosph&#xE4;re-Verwaltung der USA (National Oceanic and Atmospheric Administration, NOOA) f&#xFC;hrt derzeit im Bundesstaat Massachussets eine Untersuchung durch: Angler erhalten Geld, wenn sie aufs Angeln verzichten. In Anglerkreisen sorgt dies f&#xFC;r Verwirrung und Emp&#xF6;rung.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
1900 zuf&#xE4;llig ausgew&#xE4;hlte Freizeitfischer, die f&#xFC;r 2012 bereits eine Bewilligung f&#xFC;rs Fischen im Meer gel&#xF6;st hatten, kriegten Post von der NOOA. 500 Briefen lag ein Check zwischen 15 und 500 Dollar bei mit dem Angebot, ihn einzul&#xF6;sen und daf&#xFC;r die Anglerbewilligung f&#xFC;r 2012 zur&#xFC;ckzugeben, f&#xFC;r die sie 10 Dollar ausgelegt hatten. In weiteren 700 Briefen lag zwar kein Check bei, aber das Angebot eines &#xE4;hnlichen Betrags bei R&#xFC;ckgabe der Angelkarte. Und in nochmals 700 Briefen wurde lediglich danach gefragt, ob man bereit w&#xE4;re, auch mehr als 10 Dollar f&#xFC;r den Angelschein zu bezahlen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Laut NOOA soll die Studie eine Sch&#xE4;tzung des Werts erlauben, den die etwa 1,2 Mio. Freizeitfischer in Massachussets&#xA0; ihrem Hobby beimessen. Dieses Resultat k&#xF6;nnte u. a. dazu dienen, den potentiellen Verlust eines &#xD6;lbohrunfalls oder anderer Umweltkatastrophen f&#xFC;r die Angler zu kalkulieren.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Freizeitangler aber vermuten hinter der un&#xFC;blichen Studie einen weiteren Versuch der Beh&#xF6;rden, die Fischerei zu beschr&#xE4;nken. Einige argw&#xF6;hnen gar, NOOA lege es darauf an, die Angelbewilligungen zu widerrufen. Sogar ethische Fragen werfe das auf, meint ein Angler: &#xAB;Darf denn die Regierung Geld ausgeben, um mich von meinem Hobby abzuhalten?&#xBB;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
145'000 Dollar gibt die Beh&#xF6;rde f&#xFC;r die Studie aus, die H&#xE4;lfte davon in Form von Angeboten an Angler. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;br/&gt;
http://www.tidalfish.com/forums/showthread.php/315852-NOAA-paying-some-Massachusetts-anglers-not-to-fish-this-yea&lt;br/&gt;
http://www.sciencemag.org/content/335/6074/1292.summary&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-16T21:09:35Z</dc:date></item><item><title>Arapaima: vor Piranhas sicher</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/10/arapaima.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/845/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h4&gt;&lt;img width="650"
     height="205"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/Arapaima-full.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;em&gt;Arapaima gigas (&#xA9; Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Kein Fisch und kein Zeh ist sicher vor den rasiermesserscharfen Z&#xE4;hnen der Piranhas. Keiner? Doch: der Arapaima. Dieser bis &#xFC;ber zwei Meter lange und 200 Kilo schwere Lungenfisch kann in den S&#xFC;ssgew&#xE4;ssern des Amazonasbeckens ohne jede Angst vor Piranhas leben. Nun weiss die Wissenschaft auch, warum: Die eigenartigen, sehr harten und bis zu zehn Zentimeter langen chwarz-silbernen Schuppen des Arapaimas sind selbst f&#xFC;r Piranha-Z&#xE4;hne nicht zu knacken. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Testlabor prallen Piranha-Z&#xE4;hne beim &#xAB;Zubeissen&#xBB; auf Arapaima-Schuppen nicht einfach ab, sie zersplittern regelrecht. Denn die Schuppen bestehen aus zwei Schichten: die &#xE4;ussere ist steinhart, die darunter liegende jedoch elastisch &#x2013; eine in der Natur &#xF6;fter anzutreffende Schutzstrategie.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;a href="http://news.sciencemag.org/sciencenow/2012/02/a-piranha-proof-fish.html?ref=em"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;Quelle: Science 10.02.2012&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-10T11:08:55Z</dc:date></item><item><title>Makrelenkrieg ohne Ende?</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/10/makrelenkrieg.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/840/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="300"
     hspace="8"
     height="425"
     align="left"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/_galleries/gallery/feedback/fish-facts_15.jpg"
     alt=""
    /&gt;Die Verhandlungen zwischen der EU, Norwegen, Island und den F&#xE4;r&#xF6;ern &#xFC;ber die Befischung der Makrelenbest&#xE4;nde im Nordatlantik sind im Februar 2012 erneut gescheitert. Weiterhin wird es nur ein Abkommen zwischen der EU und Norwegen geben, w&#xE4;hrend Island und die F&#xE4;r&#xF6;er ihre Fangquoten wie schon in den zwei vergangenen Jahren selber festlegen. Keine gute Aussicht f&#xFC;r die Fischbest&#xE4;nde &#x2013; doch Schuld daran tragen alle Beteiligten.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der schottische Fischereiminister Richard Lochhead beklagt, die beiden kleinen Inselstaaten h&#xE4;tten &#xAB;sich &#xFC;berhaupt nicht bewegt&#xBB; und w&#xFC;rden nun mit &#xAB;h&#xF6;chst &#xFC;bersetzten, kurzfristig-egoistischen Quoten&#xBB; fortfahren. Er anerkenne zwar, dass die riesigen Makrelenschw&#xE4;rme heute vermehrt in isl&#xE4;ndischen Gew&#xE4;ssern anzutreffen seien, es gehe aber nicht an, wenn Island nun einfach opportunistisch davon profitiere. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genau um diese Frage dreht sich der Streit seit Anbeginn: Wem geh&#xF6;rt eigentlich der Fisch? Und die Klage des schottischen Ministers macht deutlich, dass nicht nur Island sich nicht in Richtung Kompromiss zu bewegen bereit war. Die schottische Fischereiindustrie hat jahrelang nicht minder davon profitiert, dass die Makrelenschw&#xE4;rme sich bis vor wenigen Jahren weiter &#xF6;stlich aufhielten. Auch heute Inch ist die Makrele der wichtigste Fisch f&#xFC;r die schottische Branche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewiss hat Lochhead recht, wenn er davor warnt, dass fortgesetztes &#xDC;berfischen der Bestande zu deren Zusammenbruch und damit zu Verlusten f&#xFC;r alle f&#xFC;hren werde. Dies kann aber nicht dadurch verhindert werden, dass die eine Seite stur auf fr&#xFC;heren Fangzahlen beharrt, als w&#xE4;ren sie ein Recht in alle Ewigkeit, und der andern Seite verwehren will, von ver&#xE4;nderten Verh&#xE4;ltnissen zu profitieren. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine vern&#xFC;nftige L&#xF6;sung kann nur darin liegen,&#xA0; &lt;br/&gt;
1. die Fangmenge insgesamt zu reduzieren und &lt;br/&gt;
2. diese Menge den aktuellen Verh&#xE4;ltnissen entsprechend zu verteilen. &lt;br/&gt;
Doch schon zum 1. Schritt ist keines der involvierten L&#xE4;ndern bereit, wie soll da eine Einigung im 2. Schritt m&#xF6;glich sein? &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quellen:&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.fishupdate.com/news/fullstory.php/aid/17076"
     target="_blank"
    &gt;Fischereiminister Schottland &lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.fishupdate.com/news/fullstory.php/aid/17077"
     target="_blank"
    &gt;Schottische Fischereiindustrie&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.fair-fish.ch/files/pdf/feedback/facts-15.pdf"
     target="_blank"
    &gt;fair-fish-Dossier zum Makrelenkrieg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-10T10:43:20Z</dc:date></item><item><title>Licht in der Tiefsee</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/10/licht.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/836/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="235"
     hspace="8"
     height="214"
     align="left"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/licht.jpeg"
    /&gt;Die Tiefsee ist voller Kreaturen mit ungew&#xF6;hnlichen Augen und ungewohnten Wegen, mit dem Wenigen an Restlicht umzugehen. Wie kann ein Wesen &#xFC;berleben in einer Umwelt mit wenig Futter, raren Gelegenheiten, ich zu paaren, und kaum einem Ort, um sich zu verstecken? Im Lauf der Anpassung an diesen Lebensraum haben sich einige Arten undurchsichtig gemacht, andere halten R&#xE4;uber mit Lichteffekten von sich ab oder spannen andere R&#xE4;uber gegen jene ein, von denen sie angegriffen werden. Erst in den letzten Jahren ist es dank neuer Instrumente gelungen, die optischen Systeme dieser funkelnden Fabelwesen zu verstehen: was sehen sie, und was bedeutet Licht f&#xFC;r sie? Wissenschafter berichteten im Januar 2012 von einem visuellen Wettr&#xFC;sten zwischen R&#xE4;ubern und Beutetieren, welches auf einer Entwicklung des Sehverm&#xF6;gens beruht, das ganz anders&#xA0; und sehr viel ausgekl&#xFC;gelter ist als das unsere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Quelle: Elizabeth Pennisi &lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.sciencemag.org/content/335/6073/1160.summary"
    &gt;&lt;em&gt;Science 9 March 2012: 1163&lt;/em&gt;.&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Siehe dazu auch einen Artikel aus dem Jahr 2005:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xAB;Die Tiefen der Meere werden bisher haupts&#xE4;chlich wegen der dort lagernden Bodensch&#xE4;tze erforscht. Doch gibt es in diesem unwirtlichen Lebensraum auch zahlreiche Tiere, &#xFC;ber die bisher wenig bekannt ist. Der T&#xFC;binger Anatom Prof. Hans-Joachim Wagner will das &#xE4;ndern. Er erforscht, welche Sinne Fische, Krebse und Tintenfische besitzen und einsetzen, um sich in den kalten und dunklen Gew&#xE4;ssern zurechtzufinden.&#xBB; &lt;a href="http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-46442.html"
     target="_blank"
    &gt;Mehr&#x2026;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-10T09:23:25Z</dc:date></item><item><title>Querschnitt statt selektiv fischen!</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/03/07/selektiv.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/829/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="200"
     vspace="0"
     hspace="8"
     height="130"
     align="left"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/_galleries/gallery/wissen/mixed_catch_p5290067b.jpg"
    /&gt;Eine heute besonders propagierte Forderung zugunsten nachhaltiger Fischerei will hohe Selektivit&#xE4;t der Fangmethode: Gefangen werden sollen nur jene Fische, die zur gew&#xFC;nschten Art geh&#xF6;ren und sich schon mindestens einmal fortgepflanzt haben. &lt;br/&gt;
Die Autoren eines am 1. M&#xE4;rz 2012 &lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch//wissen/nachhaltig/selektiv.html"
    &gt;in &#xAB;Science&#xBB; publizierten&lt;/a&gt; Artikels kommen dagegen zu einem Schluss, den fair-fish schon l&#xE4;nger vermutet: Es w&#xE4;re schonender, dem Meer einen ausgewogenen Querschnitt zu entnehmen, kleine und grosse Fische aller m&#xF6;gliche Arten entsprechend ihrem nat&#xFC;rlichen Vorkommen. Entscheidend dabei ist f&#xFC;r fair-fish freilich, dass die Fangmengen insgesamt reduziert werden.&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.fair-fish.ch//wissen/nachhaltig/selektiv.html"
     target="_blank"
    &gt;Hintergrund&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>Labels und Zertifizierung</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-03-07T19:12:35Z</dc:date></item></channel></rss>

