<?xml version="1.0"?>
<rss xmlns:blogChannel="http://backend.userland.com/blogChannelModule" xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule" xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:blog="http://bitflux.org/doctypes/blog" xmlns:php="http://php.net/xsl" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0"><channel><title>fair-fish</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/</link><description>Fairness beim Fischessen</description><generator>Flux CMS - http://www.flux-cms.org</generator><copyright>Billo Heinzpeter Studer, hps@communicum.ch</copyright><lastBuildDate>Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100</lastBuildDate><item><title>MSC: Chance f&#xFC;r unabh&#xE4;ngige Expertise verpasst</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/02/02/msc.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/814/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der MSC hat nach happiger Kritik von Meereswissenschaftern endlich eine Studie &#xFC;ber die eigene &#xF6;kologische Leistung in Auftrag gegeben. Leider nicht an wirklich unabh&#xE4;ngige Experten. Darum ist die Kritik nicht vom Tisch. Das ist auch ein Schaden f&#xFC;r alle, die sich f&#xFC;r eine r&#xFC;cksichtsvolle Fischerei einsetzen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;(Die Zusammenfassung der Studie findet sich unten)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Dinge springen sogleich ins Auge. Erstens die Aussage &#xAB;Die Studie belegt erstmals, dass der MSC-Standard nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern tats&#xE4;chlich auch &#x2019;auf dem Meer&#x2019; f&#xFC;r messbare Verbesserungen sorgt&#xBB;. Das ist doch schon sehr erstaunlich: Seit zw&#xF6;lf Jahren kassiert der MSC von der Fischwirtschaft Dutzende von Millionen f&#xFC;r eine Zertifizierung, deren &#xF6;kologische Wirkung er erst jetzt untersuchen liess. Zweitens der Umstand, dass der MSC diese Untersuchung bei Beratungsfirmen in Auftrag gab, die bekannt sind f&#xFC;r ihre N&#xE4;he zu MSC und zum hinter MSC stehenden WWF. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Man h&#xE4;tte sich unabh&#xE4;ngigere Pr&#xFC;fer gew&#xFC;nscht, zum Beispiel aus dem Kreis der zahlreichen Meeresbiologen wie Daniel Pauly oder Rainer Froese, welche die ungen&#xFC;gende &#xF6;kologische Leistung des MSC kritisch beurteilen. Es war ja &#xFC;berhaupt erst deren geballte Kritik, welche den MSC vor etwas mehr als einem Jahr veranlasst hatte, eine Untersuchung in Auftrag zu geben. Doch der MSC hat die Chance verpasst, sich die behauptete positive Leistung von unabh&#xE4;ngigen Experten best&#xE4;tigen zu lassen und damit die Kritik zum verstummen zu bringen. Das ist schade, denn f&#xFC;r die Erholung der Fischbest&#xE4;nde und f&#xFC;r die Ver&#xE4;nderung der Fischerei braucht es alle Kr&#xE4;fte, auch den MSC und dessen Promotor WWF.&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zusammenfassung der Studie (MSC-&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Pressetext&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xAB;&lt;u&gt;MSC-Programm verbessert messbar Situation der Meere:&lt;/u&gt;&lt;br/&gt;
Am 02. November 2011 ver&#xF6;ffentlichte der Marine Stewardship Council (MSC) eine Studie zu den &#x201E;Umweltauswirkungen des MSC-Zertifizierungsprogramms&#x201C;. &#x201E;Die Studie belegt erstmals, dass der MSC-Standard nicht nur in der Theorie funktioniert, sondern tats&#xE4;chlich auch &#x2019;auf dem Meer&#x2019; f&#xFC;r messbare Verbesserungen sorgt&#x201C;, erkl&#xE4;rt Dr. Christopher Zimmermann, stellvertretender Leiter des bundeseigenen von Th&#xFC;nen-Instituts f&#xFC;r Ostseefischerei in Rostock.&lt;br/&gt;
Die Studie untersuchte die Umweltleistung von Fischereien w&#xE4;hrend des gesamten MSC-Bewertungsprozesses. Die Analysten, MRAG (Marine Resources &amp;amp; Fisheries Consultants), Poseidon und Meridian Prime, konzentrierten sich auf acht Indikatoren, die w&#xE4;hrend einer Bewertung nach MSC-Standard beurteilt werden: den Bestandszustand, die Referenzwerte f&#xFC;r die Population, die Bestandserholung, Beifangarten und zur&#xFC;ckbehaltene Arten, gef&#xE4;hrdete und gesch&#xFC;tzte Arten, Lebensr&#xE4;ume sowie &#xD6;kosysteme. Die Ergebnisse belegen unter anderem, dass viele der zertifizierten Fischereien nach erfolgter Zertifizierung zu einer Verbesserung der von ihnen genutzten Best&#xE4;nde beitragen, den unerw&#xFC;nschten Beifang reduzieren oder besser &#xFC;ber die Auswirkungen ihrer Fischerei auf die Meeresumwelt Bescheid wissen als vor der Zertifizierung. So befinden sich die Hokibest&#xE4;nde vor Neuseeland heute wieder auf gesundem Niveau, nachdem die H&#xF6;chstfangmengen f&#xFC;r die zertifizierte Hokifischerei zwischen 2001 und 2009 erheblich von 250.000 Tonnen auf unter 100.000 Tonnen gesenkt wurden. Auch das gesch&#xE4;tzte Gesamtvorkommen von Alaska Seelachs im Golf von Alaska nimmt seit der Zertifizierung im Jahr 2005 kontinuierlich zu und die zertifizierte Schleppnetzfischerei auf s&#xFC;dafrikanischen Seehecht konnte ihre Beifangraten von Albatrossen um &#xFC;ber 80 Prozent senken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;Neue Informationen aus Vorbewertungen zeigen zuvor unerkannten Aspekt und positiven Beitrag des MSC-Programms&lt;/u&gt;&lt;br/&gt;
Das MSC-Zertifizierungsprogramm ist offen f&#xFC;r alle Fischereitypen, allerdings wird nicht jede Fischerei, die sich um eine MSC-Zertifizierung bem&#xFC;ht, auch mit dem blauen Siegel belohnt. Um zu vermeiden, dass unn&#xF6;tig Geld, Zeit und Ressourcen in ein aussichtloses Verfahren investiert werden, durchlaufen die meisten Fischereien eine vertrauliche Vorbewertung, bevor sie sich entscheiden, in die &#xF6;ffentliche Vollbewertung zu gehen. Hier erhalten sie Aufschluss dar&#xFC;ber, ob das Zertifizierungsverfahren Aussicht auf Erfolg haben k&#xF6;nnte. Bis zum Februar 2011 hatten 447 Fischereien diese Vorbewertung absolviert. &#xDC;ber einem Drittel (etwa 35 Prozent, 155 Fischereien) wurde empfohlen, aufgrund zu gro&#xDF;er Schw&#xE4;chen nicht fortzufahren. Viele dieser Fischereien investieren in der Folge in Verbesserungsprojekte, um zu einem sp&#xE4;teren Zeitpunkt&#xA0; die MSC-Zertifizierung mit Aufsicht auf Erfolg durchzuf&#xFC;hren. Die zahlreichen vertraulichen Vorbewertungen sind ein Hinweis auf diesen zuvor unerkannten Aspekt und positiven Beitrag des MSC-Programms.&lt;br/&gt;
Sechs Prozent der weltweiten Fangmenge tragen das MSC-Siegel&lt;br/&gt;
Weltweit sind derzeit 133 Fischereibetriebe nach MSC-Standard&#xA0; zertifiziert. Zusammen fangen diese Betriebe &#xFC;ber f&#xFC;nf Millionen Tonnen Fisch und Meeresfr&#xFC;chte &#x2013; circa sechs Prozent der weltweiten Fangmenge. Rund um den Globus gibt es derzeit &#xFC;ber&#xA0; 13.000 MSC-gekennzeichnete Fisch- und Seafooderzeugnisse, die bis zu jenen Fischereien zur&#xFC;ckverfolgt werden k&#xF6;nnen, aus denen sie stammen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;&#xDC;ber den MSC&lt;/u&gt;&lt;br/&gt;
Der MSC ist eine unabh&#xE4;ngige und gemeinn&#xFC;tzige Einrichtung, die weltweit t&#xE4;tig ist. Sie verwaltet ein Zertifizierungsprogramm f&#xFC;r nachhaltig arbeitende Fischereien, das international anerkannt ist. Die Kriterien, die eine Fischerei erf&#xFC;llen muss, um MSC-zertifiziert zu werden, stellen einen breiten wissenschaftlichen Konsens dar, der von &#xFC;ber 200 Experten verschiedener Arbeitsfelder weltweit definiert wurde. Im Rahmen einer MSC-Bewertung pr&#xFC;fen unabh&#xE4;ngige Zertifizierer gemeinsam mit qualifizierten Wissenschaftlern Fischereien auf Grundlage dieser Kriterien. Der MSC hat heute weltweit rund 80 Mitarbeiter, die am Hauptsitz in London und in weiteren Niederlassungen rund um den Globus t&#xE4;tig sind.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;a href="http://www.msc.org/presseraum/pressemitteilungen/msc-programm-leistet-beitrag-fuer-gesunde-weltmeere?fromsearch=1&amp;isnewssearch=1&amp;b_start:int=10&amp;set_language=de"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;Mehr Info von MSC &#xFC;ber MSC&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>Labels und Zertifizierung</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-02-02T20:01:39Z</dc:date></item><item><title>Fischbranche: Teich f&#xFC;r Kriminelle</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/30/kriminell.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/807/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;style type="text/css"
    &gt;

&lt;/style&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;img width="650"
     height="258"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/rueckverfolg.jpg"
    /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;style type="text/css"
    &gt;

&lt;/style&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;R&#xFC;ckverfolgbarkeit Modell fair-fish: Die Fischfabrik akzeptiert nur Fischkisten&lt;span style="mso-spacerun: yes"
    &gt;&#xA0; &lt;/span&gt;mit &#xAB;Visitenkarte&#xBB; der Fischh&#xE4;ndlerin &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt; (Bild links) &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;aus dem jeweiligen Dorf, verarbeitet die Lieferung jeder H&#xE4;ndlerin separat und exportiert nur Vakuum-Portionen, deren Etikette (Bild rechts) die Nummer der Fischh&#xE4;ndlerin und das Fangdatum nennt. So kann jederzeit von der Portion zur&#xFC;ck auf den Fischer geschlossen werden &#x2013; ohne teure Technik.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style=""
    /&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style=""
    &gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;In der Fischbranche haben Kriminelle besonders leichtes Spiel. Sie verkaufen billige Fische unter teuren Namen oder gar Fische, die gar nicht h&#xE4;tten gefangen werden d&#xFC;rfen. Das f&#xF6;rdert die Pl&#xFC;nderung der Ozeane. Solange die Branche Kriminelle nicht ausschliesst, macht sie sich mitschuldig.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Im Oktober 2011 liess der &#xAB;Boston Globe&#xBB; 183 Proben von Fischen und Meeresfr&#xFC;chten auf ihre DNA testen. Resultat: 48% der Proben stammten nicht von der beim Verkauf deklarierten, sondern von einer andern Art. Die Redaktion zog hieraus den Schluss, dass die Verbraucher in Massachusetts &#xAB;routinem&#xE4;ssig&#xBB; mehr bezahlen f&#xFC;r Fische, die in Tat und Wahrheit von einer billigeren Art stammen. Dies berge f&#xFC;r die Konsument/innen zudem die Gefahr allergischer Reaktionen, der Missachtung individueller Di&#xE4;tpl&#xE4;ne oder der Einnahme von in den USA verbotener chemischer R&#xFC;ckst&#xE4;nde.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style=""
    /&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Massachusetts will Falschetikettierung vorbeugen&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Das Departement f&#xFC;r &#xF6;ffentliche Gesundheit in Massachusetts reagierte mit einer Kampagne zur Aufkl&#xE4;rung der lokalen Gesundheitsbeh&#xF6;rden und der Branche &#xFC;ber die Vorschriften beim Verkauf von Fisch. In Pilotprogrammen sollen auch Massnahmen zur R&#xFC;ckverfolgbarkeit von Fisch verst&#xE4;rkt werden, unter Einsatz von Barcodes entlang der Wertsch&#xF6;pfungskette. Zusammen mit weiteren Beh&#xF6;rden und der Universit&#xE4;t von Massachusetts will man zudem die Anwendung von DNA-Tests pr&#xFC;fen, um der Falschetikettierung von Fisch zu entgegnen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;R&#xFC;ckverfolgbarkeit von der Theke bis zum Fang ist f&#xFC;r seri&#xF6;se Richtlinien und Labels eine unabdingbare Voraussetzung. Denn wenn nicht garantiert werden kann, woher ein Fisch stammt, ist auch nicht gew&#xE4;hrleistet, dass er aus einem gesunden Bestand und aus richtliniengetreuer Fischerei stammt.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&#xA0;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;R&#xFC;ckverfolgbarkeit ist (noch nicht) Standard&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;R&#xFC;ckverfolgbarkeit wird auch von der Branche insgesamt gern als &#xAB;gute Praxis&#xBB; ausgegeben: so, als w&#xFC;rde sie generell eingehalten. Das Beispiel von Massachusetts zeigt, dass das heute nicht einmal in einem hoch entwickelten Land selbstverst&#xE4;ndlich ist. Offensichtlich haben Kriminelle in der Fischbranche bis heute besonders leichtes Spiel. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Ohne transparente R&#xFC;ckverfolgbarkeit ist es gar nicht m&#xF6;glich, Produkte aus illegaler, nicht gemeldeter oder unregulierter Fischerei (IUU) zu identifizieren und zu &#xE4;chten. Weil die Branche sich bisher viel zu wenig darum k&#xFC;mmerte, ihre eigenen Produkte bis zum Ursprung zur&#xFC;ck dokumentieren zu k&#xF6;nnen, verordnet ihr die EU seit 2010 grossen b&#xFC;rokratischen Aufwand, dank welchem IUU-Produkte vom europ&#xE4;ischen Markt ferngehalten werden sollen. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Dass R&#xFC;ckverfolgbarkeit auch mit einfachsten Mitteln von der Konsumentin in der Schweiz bis zum kleinen Fischer im Senegal dokumentiert und von unabh&#xE4;ngiger Seite kontrolliert werden kann, bewies der kleine Verein fair-fish mit vor Ort vakuumierten und etikettierten Endverkaufsportionen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style=""
    /&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;Schweiz: Schummelei mit Import-Egli&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
In der Schweiz ist der Egli (Flussbarsch) sehr beliebt. Doch die konsumierte Menge von rund 7000 Tonnen pro Jahr kann nur zu 10 Prozent aus inl&#xE4;ndischen Seen gedeckt werden. Die allermeisten Egli auf Schweizer Tellern stammen aus dem Baltikum. Ein DNA-Test des Waadtl&#xE4;nder Kantonslabors enth&#xFC;llte im Sommer 2011, dass mehr als die H&#xE4;lfte der Restaurants schummeln: Bei sechs von zehn Restaurants, welche Schweizer Egli anbieten, stammten die Fische aus dem Ausland. Eine f&#xFC;r Wirte interessante Schummelei, den importierte Egli kosten deutlich weniger als inl&#xE4;ndische.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Quellen:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;&#x2013; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.boston.com/Boston/businessupdates/2012/01/massachusetts-officials-consider-dna-testing-prevent-fish-mislabeling/7M0IotbXdck35wfFWCLZNN/index.html"
    &gt;&lt;em&gt;Massnahmen der Beh&#xF6;rden in Massachusetts&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;&#x2013; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/illegal_fishing/index_de.htm"
    &gt;&lt;em&gt;EU-Vorschriften gegen IUU-Fischerei&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;&#x2013; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/files/pdf/wissen/kontrollliste.pdf "
    &gt;&lt;em&gt;Das R&#xFC;ckverfolgbarkeits-Modell von fair-fish&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt 370.65pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;&#x2013; &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2011/11/06/dna-tests-zur-aufdeckung-von-fisch-schwindel.html"
    &gt;&lt;em&gt;DNA-Tests im Fischhandel&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style=""
    &gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"
    &gt;&lt;em&gt;&#x2013; &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.kassensturz.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/06/28/Themen/Konsum/DNA-Test-Jede-zweite-Egli-Beiz-schummelte"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;Egli-Schummelei&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt 370.65pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p class="MsoNormal"
     style="mso-pagination:none;tab-stops:28.3pt 56.65pt 85.0pt 113.35pt 141.7pt 170.05pt 198.4pt 226.75pt 255.1pt 283.45pt 311.8pt 340.15pt; mso-layout-grid-align:none;text-autospace:none"
    &gt;&lt;span style="font-family:Verdana; mso-bidi-font-family:Verdana"
    &gt;&#xA0;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>Labels und Zertifizierung</dc:subject><dc:subject>Konsum</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-30T14:58:13Z</dc:date></item><item><title>Fisch unter Schutzatmosph&#xE4;re l&#xE4;nger frisch?</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/26/map.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/795/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="340"
     height="269"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/map.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Fisch in &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Box oder Schale&lt;/em&gt;&lt;em&gt; mit &lt;/em&gt;&lt;em&gt;modifizierter Atmosph&#xE4;re&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Fisch kommt oft weit her und ist lange unterwegs. Der Handel aber will den Fisch m&#xF6;glichst frisch kriegen und m&#xF6;glichst lange verkaufen k&#xF6;nnen. Frosten gleich nach dem Fang ist eine gute L&#xF6;sung; aber tiefgek&#xFC;hlter Fisch gilt eigenartigerweise als zweitklassig. Und wieder aufgetauten Tiefk&#xFC;hlfisch mag nicht jede Kette in ihrer Frischtheke anbieten, weil sie ihn mit dem entsprechenden Vermerk versehen m&#xFC;sste &#x2013; und dann w&#xE4;r's f&#xFC;r die schlecht informierte Kundschaft wieder nur zweiter Klasse&#x2026;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Quadratur des Kreises verspricht eine Technik mit dem Namen Modified Atmosphere Packaging (MAP), zu deutsch: verpackt unter Schutzatmoshp&#xE4;re. Das zu verkaufende Nahrungsmittel wird in speziellen Klarsichtboxen vor dem Verschweissen mit einem Gasgemisch aus Sauerstoff und Kohlenstoff versehen. Weil dadurch der Inhalt l&#xF6;nger frisch aussieht, l&#xE4;sst sich dessen Verkaufsfrist verdoppeln bis verdreifachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Superm&#xE4;rkten wird ein erheblicher Anteil des Fleischs bereits in MAP-Boxen angeboten. Sch&#xF6;n rot sieht es da aus. Doch wissenschaftliche Untersuchungen lassen Zweifel an Konsistenz und Geschmack von MAP-Fleisch aufkommen, wie ein Beitrag im Schweizer &lt;a target="_blank"
     href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c7efc7ed-4d71-49c2-b0d6-b1b1836d9c40"
    &gt;Konsummagazin Kassensturz&lt;/a&gt; Anfang 2012 zeigte. Schon 2010 hatte die deutsche Organisation &lt;a target="_blank"
     href="http://www.foodwatch.de/e10/e39241/e39250"
    &gt;foodwatch vor MAP-Fleisch gewarnt&lt;/a&gt;.&lt;br/&gt;
Zudem sind auch F&#xE4;lle bekannt, in den MAP missbraucht wurde, um Frischfleisch nach abgelaufenem Endverkaufsdatum &lt;a target="_blank"
     href="http://bazonline.ch/leben/essen-und-trinken/Kassensturz-In-CoopFiliale-wurde-abgelaufenes-Fleisch-als-Frischware-verkauft/story/22895713"
    &gt;wieder &#xAB;salonf&#xE4;hig&#xBB;&lt;/a&gt; zu machen.&lt;br/&gt;
Problematisch sind verderbliche, aber MAP-verpackte Produkte aber auch deswegen, weil viele Konsument/innen sch in falscher Sicherheit wiegen, so behandelte Nahrungsmittel f&#xFC;r sicherer halten und daher &lt;a target="_blank"
     href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/essen-und-trinken/Zum-sofortigen-Verzehr-bestimmt/story/21290643"
    &gt;Vorsichtsregeln ausser acht&lt;/a&gt; lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Und bei Fisch?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Fisch und Meeresfr&#xFC;chten sind die Probleme mit MAP m&#xF6;glicherweise noch gravierender. Denn Fisch kommt ja in Deutschland, &#xD6;sterreich und der Schweiz zum gr&#xF6;ssten Teil aus dem Ausland und zunehmend von ausserhalb Europas. Da ist die Branche bez&#xFC;glich &#xAB;shelf life&#xBB; weit mehr gefordert, und wenn die MAP-Technologie eine Verdoppelung bis gar Verdreifachung dieser Frist verspricht und sch&#xF6;n rote Filets vom Thunfisch, rosa Filets vom Lachs und weisse Filets vom Pangasius&#x2026;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt kaum eine Handelskette, die nicht Fisch in MAP-Schalen oder MAP-Boxen f&#xFC;hrt. &#xDC;ber die Vor- und Nachteile dieser Technik gibt es zahlreiche Studien. Industrienahe Institute kommen eher zu Resultaten, welche den Einsatz von&#xA0;MAP gegen&#xFC;ber andern Techniken (z.B.&#xA0;Vakuum) bevorzugen,  industrieunabh&#xE4;ngige Institute betonen eher die mikrobiellen Probleme, die mit MAP&#xA0;verbunden sein k&#xF6;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die MAP-Technik ist das Ergebnis von konsumseitigem Frischefimmel und gesch&#xE4;ftsseitigem Verlustvermeiden. W&#xFC;rden sich die Verbraucher/innen mehr um die Hintergr&#xFC;nde des Fischs auf ihrem Teller k&#xFC;mmern und daher Tiefk&#xFC;hlfisch positiver beurteilen, w&#xE4;re der ganze Aufwand mit dem &#xAB;Frisch&#xBB;fischimport nicht n&#xF6;tig. Denn billiger wird's ja mit MAP nicht. Und &#xF6;kologischer schon gar nicht, da hat Frosten die Nase vorn.&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Konsum</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-26T14:42:37Z</dc:date></item><item><title>Schildfische saugen sich an wie Geckos</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/23/geckofische.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/791/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="600"
     height="450"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/NorthernClingfish.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Northern clingfish &lt;em&gt;(Gobiesox maeandricus) (Foto: Fastily/Wikimedia)&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Schildfische (clingfish) k&#xF6;nnen sich dank einer Saugscheibe an ihrem Bauch an unterschiedlichen Fl&#xE4;chen auf erstaunliche Art festhalten. Ein Student hat in einem Experiment 22 Schildfische von der Art &lt;em&gt;Gobiesox maeandricus&lt;/em&gt; get&#xF6;tet und unmittelbar danach an Oberfl&#xE4;chen von acht unterschiedlichen Rauhegraden geheftet. Mit einer durchschnittlichen Saugkraft vom 180-fachen ihres K&#xF6;rpergewichts blieben alle Fische blieben an allen acht Oberfl&#xE4;chen haften. Im Vergleich dazu fielen Gummisaugn&#xE4;pfe von den f&#xFC;nf rauheren Oberfl&#xE4;chen ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Elektronenmikrospoische Aufnahmen lassen vermuten, dass die hohe Saugkraft der Fische auf einem Kranz feinster H&#xE4;rchen &#xE4;hnlich jenen an den Zehen von Geckos beruht.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/335/6066/277?sa_campaign=Email/sntw/20-January-2012/10.1126/science.335.6066.277"
    &gt;&lt;em&gt;Science 20.01.2012&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-23T15:34:17Z</dc:date></item><item><title>Roboterfisch und Schwarm-Gen</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/23/robofish.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/787/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;img width="400"
     height="254"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/Gasterosteus_aculeatus.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Dreistachliger Stichling (Foto: Ron Offermans/Wikimedia)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Mit der Hilfe eines t&#xE4;uschend &#xE4;hnlichen Roboterfisches erforschen Verhaltensbiologen um Jens Krause an der Uni Leeds und Informatiker an der Uni L&#xFC;beck seit einigen Jahren das Schwarmverhalten von Fischen. Als Versuchsart dient ihnen der dreistachligen Stichling &lt;em&gt;(Gasterosteus aculeatus)&lt;/em&gt;. Die Experimente zeigten rasch, dass sich mit einem einzigen ferngesteuerten Robofish das Verhalten eines ganzen Schwarms beeinflussen l&#xE4;sst &#x2013; Mutmassungen dar&#xFC;ber, ob auch Menschenmassen durch einzelne gesteuerte Individuen manipuliert werden k&#xF6;nnten, machten damals die Runde.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Nun melden die Forscher, dass sie m&#xF6;glicherweise ein entscheidendes Gen f&#xFC;r die Schwarmbildung lokalisiert haben. Das &lt;em&gt;Eda&lt;/em&gt; genannte Gen war bisher bekannt daf&#xFC;r, dass es die Ausbildung von Knochenplatten beim Stichling veranlasst. Falls sich die schwarmbildende Rolle von &lt;em&gt;Eda&lt;/em&gt; bewahrheitet, w&#xFC;rde dies die bisher kleine Liste von identifizierten Verhaltens-Genen bei Wirbeltieren erweitern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quelle: &lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/full/335/6066/276-b?sa_campaign=Email/sntw/20-January-2012/10.1126/science.335.6066.276-b"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;Science, 20.01.2012&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Zum Robotereinsatz in der Schwarmforschung:&lt;br/&gt;
&#x2022; &lt;a href="http://www.sciencegarden.de/content/2008-08/schwaermen-und-schwaermen-lassen-gemeinsam-ans-ziel"
     target="_blank"
    &gt;Sciencegarden&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/em&gt;&#x2022; &lt;a href="http://www.3sat.de/page/?source=/nano/bstuecke/107298/index.html"
     target="_blank"
    &gt;&lt;em&gt;3Sat&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-23T15:27:33Z</dc:date></item><item><title>Alaska wirft MSC raus</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/19/alaska.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/782/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="717"
     height="162"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/icicle.jpg"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Lachsfang der Firma Icicle in Alaska (Icicle-Website)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Die Lachsfangindustrie in Alaska war eine der ersten grossen Fischereien, die sich 2000 f&#xFC;r das Label MSC zertifizieren liessen. Doch Ende 2012 trennt sich die alaskische Branche von MSC, nachdem der Handel in Nordamerika und Europa vermehrt auch andere Labels akzeptiert.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die nicht zu knappen Kosten der MSC-Zertifizierung und der Rezertifizierung (2007) waren vom Fischereidepartement Alaskas (ADF&amp;amp;G Alaska Department of Fish and Games) gesponsert worden. 2008 zog sich das ADF&amp;amp;G von dieser Rolle als MSC-Kunde zur&#xFC;ck, mit welcher auch die Verantwortung f&#xFC;r den Unterhalt der Zertifizierung (j&#xE4;hrliche Audits usw.) verbunden ist.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;MSC in Alaska stets umstritten&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der Nutzen der MSC-Zertifizierung bzw. deren Dauer und hohe Kosten waren innerhalb der Branche in Alaska immer wieder kontrovers beurteilt worden. Der R&#xFC;ckzug des ADF&amp;amp;G gab der Diskussion um eine eigenes G&#xFC;tesiegel neue Nahrung. Das Alaska Seafood Marketing Institute (ASMI) hatte der Branche schon fr&#xFC;her sein eigenes Label schmackhaft zu machen versucht, erhielt aber nur lauwarme Unterst&#xFC;tzung. Denn die Branche will den Markt in den USA und der EU nicht verlieren, und hier werden Zertifikate von unabh&#xE4;ngigen Dritten verlangt, w&#xE4;hrend Eigenlabels auf Skepsis stossen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Das aktuelle MSC-Zertifikat ist bis Ende Oktober 2012 g&#xFC;ltig, vorausgesetzt, die Verantwortung wird von einem neuen MSC-Kunden wahrgenommen. Nachdem das ASMI sich nicht zu dieser Rolle entscheiden konnte, wurde sie im Februar 2010 von der Stiftung zur Entwicklung der Fischerei Alaskas (AFDF Alaska Fisheries Development Foundation) &#xFC;bernommen &#x2013; mit Unterst&#xFC;tzung praktisch der ganzen Branche.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Die Lachsindustrie steigt aus&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Seit dem 17. Januar 2012 sieht jedoch alles anders aus. Die acht gr&#xF6;ssten Unternehmen, welche zusammen rund drei Viertel der Wildf&#xE4;nge von Lachs in Alaska verarbeiten, haben die AFDF davon unterrichtet, dass sie sich von MSC zur&#xFC;ckziehen und die ab Oktober f&#xE4;llige zweite Rezertifizierung nicht mehr mittragen werden. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Mit dem Ausstieg der grossen Lachsverarbeiter d&#xFC;rfte der MSC bei der Alaska-Lachsindustrie k&#xFC;nftig vor verschlossenen T&#xFC;ren stehen. Die alaskische Lachsfangindustrie hatte sich 2011 bereits durch die Audit-Firma Global Trust zertifizieren lassen und damit schon mal erkennen lassen, dass sie MSC nicht mehr als unverzichtbar betrachtet. Unter dem Druck der Grossen beschloss die AFDF nun, nur noch jene Aktivit&#xE4;ten auszu&#xFC;ben, welche zur Aufrechterhaltung des MSC-Zertifikats bis zum Oktober unerl&#xE4;sslich sind. AFDF bleibt aber MSC-Kunde f&#xFC;r die h&#xE4;ngige Zertifizierung der Fischerei auf pazifischen Kabeljau im Golf von Alaska.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Fragw&#xFC;rdige Nachhaltigkeit&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Dass der Wechsel von MSC zu Global Trust mit einem Wandel in der Gesinnung der grossen Lachsf&#xE4;nger zu tun hat und dass die Fischerei k&#xFC;nftig nachhaltiger wird, darf allerdings bezweifelt werden. Die in Alaska t&#xE4;tigen Giganten wie Trident (erst k&#xFC;rzlich von der US-Umweltbeh&#xF6;rde mit einer Strafe von 2.5 Mio. USD belegt), Icicle oder Ocean Beauty haben sich bis heute keinen Namen f&#xFC;r besonders gr&#xFC;ne Taten gemacht. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Ein intimer Branchenkenner kommentiert gegen&#xFC;ber fair-fish: &#xAB;MSC ist in Alaska jetzt tot. Die Branche sattelt um auf die "FAO-Zertifizierung", wie sie das von Global Trust durchgef&#xFC;hrte Assessment hier nennen. Man h&#xF6;rt, das ASMI habe gen&#xFC;gend positive Signale aus Europa und Nordamerika f&#xFC;r diesen Wechsel erhalten. Offenbar legen die grossen Kunden ihre eigenen Nachhaltigkeits-Richtlinien nun w&#xF6;rtlicher aus: "MSC oder eine gleichwertige Zertifizierung" heisst nicht mehr automatisch MSC.&#xBB; &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&#xAB;F&#xFC;r den MSC mag das Aus in Alaska aber g&#xFC;nstig sein&#xBB;, so der Insider weiter. &#xAB;Denn so wie der MSC funktioniert, w&#xE4;re bei der Rezertifizierung die Schw&#xE4;che seines Assessment-Verfahrens deutlich geworden. Verschiedene Umweltorganisationen lagen ja schon auf der Lauer, um die Rezertifizierung zu verhindern. Dieser Kritik muss sich der MSC nun nicht mehr stellen, und es wird interessant sein zu sehen, wie der MSC aus einer schlechten Nachricht eine gute zu machen versucht.&#xBB;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Marketing statt Tatsachen&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Das USamerikanische Branchenportal Seafood News bewertet die Trennung der alaskischen Lachsfangindustrie vom MSC als positiven Schritt. &#xAB;Wenn so viele Fischereien zertifiziert sind, bringt ein &#xD6;ko-Label keinen Marketingvorteil mehr. Heute ist es wichtiger, Nachhaltigkeit nachzuweisen, um an grosse Detailhandelsketten verkaufen zu k&#xF6;nnen. Die alaskischen Lachsf&#xE4;nger glauben, mehr aus&#xA0; ihrem Marketingbudget machen zu k&#xF6;nnen, wenn sie die Einzigartigkeit des Alaska-Wildlachses bewerben und nicht nur die Nachhaltigkeit. Die ISO-basierte Zertifizierung durch Global Trust gibt der Industrie mehr Freiheit.&#xBB;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
So kann man's auch sagen: Mehr Geld f&#xFC;r Werbung, egal, wie wahr deren Inhalt sein mag &#x2013; weniger Geld f&#xFC;r eine (tats&#xE4;chlich sehr teure) MSC-Zertifizierung, ISO tut's auch&#x2026; Doch was tut eine ISO-Zertifizierung wirklich? Sie beginnt auf fast beliebig w&#xE4;hlbarem Niveau, von dem ausgehend sie periodisch Verbesserungen feststellt. Das erlaubt in der Praxis noch gr&#xF6;ssere Kompromisse als unter MSC-Aufsicht. Jetzt wird auch verst&#xE4;ndlich, warum die alaskischen Lachsf&#xE4;nger sich nie f&#xFC;r die viel raschere und kosteng&#xFC;nstige Zertifizierung von Friend of the Sea interessiert haben: hier w&#xE4;re nichts mehr gewesen mit Kompromissen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;br/&gt;
www.IntraFish.com (17.01.2012 ff.), Seafood.com (18.01.2011)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Labels und Zertifizierung</dc:subject><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-19T09:38:00Z</dc:date></item><item><title>Soja statt Fischmehl f&#xFC;ttern?</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/17/soja-statt-fischmehl-fuettern.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/772/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/forellenfuetterung_k.jpg"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;F&#xFC;tterung von Zuchtforellen (Foto: Studer/fair-fish)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fieberhaft sucht die industriefinanzierte Wissenschaft nach Ersatz des Fischmehls in der F&#xFC;tterung von Zuchtfischen. Denn auch die Best&#xE4;nde jener Fische sind begrenzt, die vor allem zu Futterzwecken gefangen werden (Sardinen-, Sardellen-,&#xA0; Makrelen- und &#xE4;hnliche Arten). Weil die Aquakultur seit den 1970er Jahren um j&#xE4;hrlich 7 bis 9 Prozent w&#xE4;chst, werden Fischmehl und Fisch&#xF6;l knapper und dadurch teurer. Zudem w&#xE4;chst die Kritik an der Leerfischung der Meere f&#xFC;r die Fischzucht.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Wildlebende Raubfische wie Lachse oder Forellen ern&#xE4;hren sich vorwiegend von Fisch. Werden sie in Gefangenschaft gehalten, muss ihr Futter eine &#xE4;hnliche Zusammensetzung aufweisen, vor allem in Bezug auf Aminos&#xE4;uren (Methionin, Lysin usw.) und Fetts&#xE4;uren (Omega-3). Die ideale Zusammensetzung ist bisher nur dank Beimischung von Fischmehl und -&#xF6;l erreichbar.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Das USamerikanische Landwirtschaftsdepartement USDA hat nun an jungen Regenbogenforellen Futtermischungen getestet, welche weniger oder gar keine Fischanteile enthielten. Fischmehl/-&#xF6;l wurde teilweise oder ganz durch pflanzliche Proteine (Soja, Weizengluten usw.) ersetzt. Untersucht wurden die Folgen f&#xFC;r Gewichtszunahme und Futterverwertung. Aufgrund der Resultate raten die Studienautoren dringend davon ab, bei sehr jungen Forellen auf Fischkomponenten im Futter zu verzichten. Bei etwas &#xE4;lteren Jungforellen (Lebendgewicht &#xFC;ber 30 Gramm) hingegen k&#xF6;nne das Futter problemlos nur Proteine pflanzlicher Herkunft enthalten, ohne dass dies zu Leistungsunterschieden in der Mast f&#xFC;hre.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Wie die Fische dar&#xFC;ber denken, wurde in der Studie nicht untersucht. Auch nicht, wer auf sein Essen verzichten soll, damit Soja f&#xFC;r Fischfutter produziert werden kann.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a target="_blank"
     href="http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S004484861101026X"
    &gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Aquakultur</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-17T10:57:34Z</dc:date></item><item><title>Millionen-Investition in Algenzucht f&#xFC;r Biodiesel</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/08/millionen-investition-in-algenzucht-fuer-biodiesel.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/766/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img width="650"
     height="410"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/GNE_algae.jpg"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Agrarland unter R&#xF6;hren (Still aus WHEN-Video)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;In S&#xFC;dindien sollen 100 Hektar Land mit einer Anlage zur Algenzucht &#xFC;berbaut werden, um Biodiesel zu gewinnen. Investor ist die USamerikanisch-israelische World Health Energy Holdings Inc. (WHEN), welche Algenprojekte f&#xFC;r Biodiesel, Fischfutter und Nahrungserg&#xE4;nzungsmittel entwickelt. Ihr Joint-venture-Partner ist die indische Industrie- und Transportkonzern Prime Inc., zu deren Kunden Exxon Mobil, Shell, General Electric und Siemens geh&#xF6;ren.&lt;br/&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
Die in den Teilstaaten Tamil Nadu und Karnataka gelegene Anlage wird mit einer Algenanreicherungstechnik ausger&#xFC;stet. Hergestellt wird sie unter der Bezeichnung GB3000 von der WHEN-Firma Global Natural Energy Ltd. GB3000 ist ein Bioreaktor-System f&#xFC;r die Algenzucht zur &#xD6;l- und Proteingewinnung. In jeder GB3000-Einheit treiben zwei Elektromotoren &#xFC;ber eine zentrale Achse mehrere Kolben an, die mit Rohren von 100 ml L&#xE4;nge verbunden sind. Die wechselseitige Bewegung der Kolben erzeugt Wellen, welche die Algenproduktion f&#xF6;rdern. Die Einrichtung dieser Technik kostet USD 600'000 pro Hektar, die gesamten Investitionskosten werden auf 100 Millionen USD veranschlagt.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der unbescheidene WHEN-Slogan &#xAB;Saving the World with Healthier Energy&#xBB; ist wohl vor allem f&#xFC;r europ&#xE4;ische und nordamerikanische Ohren bestimmt, denen er &#xD6;kologie ohne Komfortverzicht verspricht. Energie aus Algen klingt zuerst einmal einfach patent, so, als ob aus eh nur st&#xF6;render Biomasse in den Ozeanen etwas Sinnvolles gewonnen w&#xFC;rde. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;img width="250"
     hspace="6"
     height="139"
     align="left"
     alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/GNE_algae2.jpg"
    /&gt;F&#xFC;r die Bev&#xF6;lkerung in Indien, die jetzt schon zu wenig Land zur Produktion ihrer Nahrung hat, t&#xF6;nt das weniger verheissungsvoll. Wenn die Produktion auf 100 Hektar Gewinn bringt, werden die Investoren auch Geld haben, um Abertausende Hektar unter ihre Algenzucht zu zwingen. Selbst wenn, wie WHEN behauptet, die Biodiesel-Ausbeute aus Algen h&#xF6;her ist als jene aus Mais, Raps, &#xD6;lpalmen oder Yatropha &#x2013; auch Algenzuchten sind kein Nullsummenspiel, sondern konkurrieren ganz direkt die menschliche Ern&#xE4;hrung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://www.youtube.com/watch?v=eSY7h3-shQ8&amp;feature=player_embedded#!"
    &gt;Video Algenfarm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a target="_blank"
     href="http://Aquafeed.com/read-article.php?id=4248"
    &gt;Quelle&lt;/a&gt;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.worldhealthenergy.com/index.php"
    &gt;WHEN&lt;/a&gt; &#xA0;&#xA0;&#xA0;&#xA0; &lt;a target="_blank"
     href="http://www.gne.bz/systems.html"
    &gt;GB3000&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Aquakultur</dc:subject><dc:subject>Konsum</dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-08T16:53:37Z</dc:date></item><item><title>Fisch imitiert Imitator</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/07/fisch-imitiert-imitator.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/762/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h4&gt;&lt;em&gt;&lt;img width="480"
     height="600"
     src="http://www.fair-fish.ch//files/Mimic_Octopus_2.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;h4&gt;&lt;em&gt;Thaumoctopus mimicus (Foto: Steve Childs, Wiki)&lt;/em&gt;&lt;/h4&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Erstmals 1998 berichteten Wissenschafter &#xFC;ber den Imitator-Tintenfisch &lt;em&gt;(Thaumoctopus mimicus)&lt;/em&gt;. Inzwischen ist er ber&#xFC;hmt f&#xFC;r seine F&#xE4;higkeit, sich in Form und Farbe zu verwandeln und so vorzut&#xE4;uschen, je nach Bedarf ein anderes Tier zu sein: ein giftiger Plattfisch, ein imposanter Rotfeuerfisch oder eine Seeschlange. Dank dieser F&#xE4;higkeit kann sich der Tintenfisch relativ gefahrlos im offenen Gew&#xE4;sser bewegen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Im Gegensatz dazu ist der kleine schwarzmarmorierte Kieferfisch &lt;em&gt;(Stalix histrio)&lt;/em&gt; ein scheuer Kerl, der sich meist in der N&#xE4;he von Sandh&#xF6;hlen aufh&#xE4;lt, in die er bei Gefahr flugs verschwindet. Oder aber er begibt sich ganz in den Schutz des Imitator-Tintenfisches, den er seinerseits so perfekt imitiert, dass andere Tiere ihn f&#xFC;r einen Teil des Tintenfischs halten.&lt;br/&gt;
Diese erstaunliche Spielart von &#xAB;Symbiose&#xBB; haben Forscher unl&#xE4;ngst zum erstmal beobachtet. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Entdecken Sie den Kieferfisch &lt;/strong&gt;&lt;a href="http://theseamonster.net/2012/01/breaking-news-fish-mimics-the-mimic-octopus"
     target="_blank"
    &gt;&lt;strong&gt;hier im Video?&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a href="http://www.calacademy.org/newsroom/releases/2011/octopus_jawfish.php"
     target="_blank"
    &gt;Hintergrundartikel&lt;/a&gt; &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Mehr &#xFC;ber &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thaumoctopus_mimicus"
     target="_blank"
    &gt;Thaumoctopus mimicus&lt;/a&gt; und &#xFC;ber &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kieferfische"
     target="_blank"
    &gt;Kieferfische&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:subject>Fish World</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-07T10:36:29Z</dc:date></item><item><title>Spanien: Fische wegwerfen f&#xFC;r Profit</title><link>http://www.fair-fish.ch/blog/archive/2012/01/06/spanien-fische-wegwerfen-fuer-profit.html</link><guid isPermaLink="false">http://www.fair-fish.ch/blog/archive/id/756/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;img alt=""
     src="http://www.fair-fish.ch//files/spanisch.jpg"
    /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spanien erh&#xE4;lt seit Jahren die H&#xE4;lfte der EU-Subventionen f&#xFC;r die Fischerei-Industrie &#x2013; und pfl&#xFC;gt damit alle Weltmeere leer. Der Dank daf&#xFC;r: Die spanische Regierung wollte hintenherum eine fischereiwirtschaftlich l&#xE4;ngst f&#xE4;llige Massnahme der EU torpedieren. Nicht die neue konservative Regierung in Madrid, wohlverstanden, sondern die abgew&#xE4;hlte &#xAB;sozialistische&#xBB;.&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Seit 2009 versucht die EU-Kommission einigermassen ernsthaft, die katastrophale Fischereipolitik der vergangenen Jahrzehnte zu verlassen, welche zur fast vollst&#xE4;ndigen &#xDC;berfischung der europ&#xE4;ischen Meere gef&#xFC;hrt hat. Ausgerechnet die gr&#xF6;sste europ&#xE4;ische Fischereination will die Ver&#xE4;nderung sabotieren.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Klug fischen statt r&#xFC;ckwerfen&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Eine der neuen Massnahmen der EU sieht vor, dass unerw&#xFC;nschte Fische nicht mehr wie bisher &#xFC;ber Bord geworfen, sondern zusammen mit dem ganzen Fang in den Hafen gebracht werden m&#xFC;ssen. Laut einer EU-Studie werfen viele Fischereien rund die H&#xE4;lfte des Fangs &#xFC;ber Bord. Die EU will nun diese r&#xFC;cksichtslose Praktik verlassen und selektive Fangmehoden f&#xF6;rdern. Wer den Fang von Fischarten mit bereits ersch&#xF6;pfter Quote, von zu jungen Fischen und von nicht vermarktbaren Arten vermeidet, soll k&#xFC;nftig einen Vorteil haben. Damit w&#xE4;ren die R&#xFC;ckw&#xFC;rfe, eine perverse Folge der bisherigen EU-Politik, endlich vom Tisch.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Nun enth&#xFC;llt die britische Tageszeitung &#xAB;The Guardian&#xBB; einen Plan der alten spanischen Regierung, in einem letzten verzweifelten Versuch die EU-Massnahme auszuhebeln. Der Plan datiert aus dem letzten Monat der Regierung Zapatero, die offenbar noch im letzten Moment versucht hat, ihre Felle mit einem Kniefall vor den m&#xE4;chtigen Fischereibaronen ans Trockene zu retten.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;strong&gt;Ausnahmen ausgerecht f&#xFC;r Spanien?&lt;/strong&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der Guardian zitiert aus dem bisher geheimen Madrider Papier: &#xAB;Die Bedingungen und Zeitpl&#xE4;ne des R&#xFC;ckwurfs-Verbots sind nicht realistisch, besonders nicht f&#xFC;r bestimmte Sektoren der spanischen Flotte. Spanien verlangt, dass die Politik auf einen graduellen Ansatz zur Verringerung der R&#xFC;ckw&#xFC;rfe hin angelegt wird, bei strenger Planung und mit einer &#xDC;bergangsfrist von mindestens zehn Jahren. Die Massnahmen m&#xFC;ssen zudem regional angepasst werden, unter Ber&#xFC;cksichtigung der unterschiedlichen Gr&#xFC;nde f&#xFC;r R&#xFC;ckw&#xFC;rfe.&#xBB;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Im Klartext heisst dies: Ausnahmen vom R&#xFC;ckwurf-Verbot f&#xFC;r grosse Teile der spanischen Fangflotte und wohl vor allem f&#xFC;r genau jene Schiffe, welche bisher den gr&#xF6;ssten R&#xFC;ckwurf verursachten. Die Absicht dahinter ist es wohl, der spanischen Fischereiindustrie&#xA0; zwei Vorteile gegen&#xFC;ber der Konkurrenz zu verschaffen. Zum einen sollten R&#xFC;ckw&#xFC;rfe &#xAB;es den spanischen Fischern erm&#xF6;glichen, nur die wertvollsten Fische anzulanden&#xBB;, wie der Guardian aus dem Dokument zitiert. Zum andern w&#xFC;rden der spanischen Branche Investitionen in neue Fangger&#xE4;te und aufw&#xE4;ndigere Fangoperationen erspart. &lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Zur Wahrung kurzfristiger Profitinteressen wollte Madrid in Kauf nehmen, dass weiterhin ein grosser Teil der F&#xE4;nge einfach &#xFC;ber Bord gesp&#xFC;lt w&#xFC;rde. Die neue spanische Regierung kommt nun unter massiven diplomatischen Druck, sich in die neue EU-Fischereipolitik einzugliedern. W&#xFC;rde sie sich dem Druck der heimischen Fischereibarone f&#xFC;gen, k&#xF6;nnte dies den Unterst&#xFC;tzungswillen anderer EU-Mitglieder f&#xFC;r die marode spanische Wirtschaft mindern.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a target="_blank"
     href="http://www.guardian.co.uk/environment/2012/jan/05/spanish-government-derail-eu-fishing-reform?CMP=twt_gu"
    &gt;Artikel im Guardian vom 5.11.2012 &lt;/a&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;a target="_blank"
     href="http://ec.europa.eu/fisheries/documentation/studies/discards/report_en.pdf"
    &gt;EU-Studie &#xFC;ber R&#xFC;ckw&#xFC;rfe, Juni 2011&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.fair-fish.ch/wissen/politik/europa.html"
     target="_blank"
    &gt;Kritisches zur EU-Fischereireform&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>big business / industry</dc:subject><dc:subject>Europas Fischereipolitik</dc:subject><dc:subject>overfished &#xFC;berfischt </dc:subject><dc:subject>.DEUTSCH</dc:subject><dc:creator>Billo Heinzpeter Studer</dc:creator><dc:date>2012-01-06T16:55:47Z</dc:date></item></channel></rss>

