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Kampagne für sauberes Wasser: Meer ohne Müll

 

Dass riesige „Plastikinseln“ im Meer treiben, ist kaum zu übersehen. Wenig Beachtung finden jedoch Verschmutzungen, die von Auge nicht sichtbar sind. Das möchten wir ändern. Im ersten Teil unserer Kampagne richten wir den Fokus auf Pestizide und Dünger.

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In überdüngten Gewässern leiden  die Fische (Foto: AnRo0002/Wikimedia).

 

Von den 62 derzeit in Schweizer Gewässern lebenden Fischarten sind nur 14 Arten nicht gefährdet. Alle anderen Arten gelten in unterschiedlich starkem Ausmass als gefährdet. Tendenz der Gefährdung: zunehmend ...

Eine wichtige Ursache dafür ist die Verschmutzung des Wassers durch den masslosen Einsatz von Pestiziden und Dünger. Den idyllischen Werbebildern zum Trotz bringen Landwirte jährlich bis zu 2’200 Tonnen Pestizide aus. Und zwar immer aggressivere Mittel. Grosse Mengen des ausgebrachten Giftes versickern im Boden oder gelangen durch Regen und Wind oder direkt in die Gewässer. Kein Wunder also, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte in fast allen bislang untersuchten Oberflächengewässern, im Grund- und Trinkwasser seit langem massiv überschritten werden. Die Giftfracht macht auch vor Grenzen nicht halt und landet schlussendlich im Meer.

Die Bundesbehörden versuchen zwar mit verschiedenen Massnahmen Gegensteuer zu geben, doch ihr Ziel, den Eintrag von Pestiziden in den kommenden zehn Jahren um 12 Prozent zu senken, ist kaum mehr, als ein Tropfen auf den heissen Stein. Dass die Bienen sterben, Schmetterlinge und andere Insekten zunehmend rar werden, fällt auf, das Artensterben unter Wasser hingegen kaum.

 

Auch in privaten Gärten wird unnötig viel Gift ausgebracht

Landwirten kann man immerhin noch zugute halten, dass sie von ihren Erträgen leben müssen und dass die Kundschaft, also wir, makellose Ware verlangt. Dass in privaten Gärten jährlich 400 Tonnen Pestizide eingesetzt werden, lässt sich hingegen durch nichts rechtfertigen.

 

Zu viel Dünger

Auch die Belastung durch Dünger ist viel zu hoch. Die Schweizer Landwirtschaft produziert jährlich 23 Millionen Tonnen Mist und Gülle. Dazu kommen noch beträchtliche Mengen an synthetischem Dünger. 2013 wurden in der Schweiz laut Weltbank  205 kg Dünger  pro Hektare Ackerfläche ausgebracht. Das schadet nicht nur den Böden, den Wildpflanzen und den Tieren über und unter Wasser. Der massive Düngereinsatz fördert auch die Klimaerwärmung. Wenn Dünger ausgebracht wird, gelangen gleichzeitig auch etliche unerwünschte Stoffe in die Umwelt. Phosphordünger enthält beispielsweise oft Cadmium und Uran, Mist und Gülle sind mit Antibiotika und anderen schädlichen Stoffen belastet.

 

Werden Sie aktiv!

Wir fordern Sie auf, diese Missstände nicht länger hinzunehmen. Bitte unterstützen Sie folgende politischen Vorstösse:

  • Eidgenössische Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz».
  • Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide».
  • Petition gegen den Abbau von Phosphat im Pazifik

Kennen Sie weitere politische Vorstösse? Bitte melden Sie uns diese, damit wir auf sie aufmerksam machen können. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf via office@fair-fish.ch.

 

Selbst aktiv werden

Haben Sie einen eigenen Garten? Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie auf Dünger und Pestizide verzichten können. Unsere Tipps werden fortlaufend ergänzt. Bitte melden Sie sich, falls Sie uns dabei unterstützen möchten.

Auch ohne eigenen können Sie einen wichtigen Beitrag leisten zur Reduktion von Pestiziden und Dünger:

  • Essen Sie weniger Fleisch und Milchprodukte.
  • Vermeiden Sie food waste.

Kaufen Sie wenn möglich immer biologisch hergestellte Produkte – der Umwelt und Ihrer Gesundheit zuliebe.

 

 



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