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Goliath grouper (Foto: Clinton & Charles Robertson / Wiki)

In den Gewässern von Florida war der Riesenzackenbarsch (Epinephelus itajara) wegen Überfischung fast ausgestorben, als die Behörden 1990 ein Fangverbot erliessen. Der «Goliath Grouper» wächst nur langsam, kann dafür 40 Jahre alt werden und mehr als 2 Meter Länge und 450 Kilo Gewicht erreichen. Dank des Fangverbots hat sich sein Bestand in Florida erstaunlich erholt. So sehr erholt, dass Fischer nun die Reduktion des Bestandes fordern; denn der Goliath fresse ihnen die wertvollen Hummer und Speisefische weg.

Eine unabhängige Studie der Meeresbiologin Sara Frias-Torres zeigt nun freilich, dass die Argumente der Fischer nicht stichhaltig sind. Statistiken beweisen, dass die Fänge von Hummern und Speisefischen nicht zugenommen hatten, als der Riesenzackenbarsch vor zwei Jahrzehnten praktisch verschwunden war – und seine Wiederbelebung hat ebenfalls nichts an den heutigen Fangerträgen geändert.

Warum das so ist, zeigt die Analyse der Ernährungsgewohnheiten des Giganten: er frisst vor allem kleine Krebse sowie Fische, die wir nicht auf unseren Tellern haben möchten. Zwar verspeisen Riesenzackenbarsche gelegentlich auch mal einen Hummer, aber vor allem fressen sie Raubfische, die junge Hummer fressen. «Hummerfischer sollten also glücklich sein über die vielen Goliaths, die dafür sorgen, dass mehr junge Hummer Marktgrösse erreichen», meint die Forscherin.

Quelle: Science

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