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Eine neue Schätzmethode ermöglichst es, erstmals den Zustand aller Fischpopulationen weltweit zu bestimmen. Die Resultate der Studie lassen aufhorchen!

Bislang wusste man nur von ca. 20% der Fischbestände, wie gross sie sind und ob sie eher ab- oder zunehmen, denn es ist aufwändig und teuer, solche Studien durchzuführen. Dank einer neuen, wesentlich billigeren Methode gelang es nun, auch die restlichen 80% der Bestände zu erfassen. Die neue Methode liefert auf regionaler Ebene zwar nur rund 80% der Datengenauigkeit einer herkömmlichen Assessment-Methode, aber die Kosten sind um 99% geringer. Dank der neu verfügbaren Daten liesse sich das Management der bislang nicht erfassten Bestände deutlich verbessern respektive erst ermöglichen.

Die Resultate der im Science magazine veröffentlichten Studie zeigen, dass auch die bisher nicht erfassten Fischbestände abnehmen – und zwar stärker, als die bereits erfassten. Dies trifft v.a. auf die kleinen artisanalen Fischereien zu, die gerade in ärmeren Regionen entscheidend sind für die lokale Nahrungsmittelsicherheit. Der Unterschied zwischen bereits erfassten und nicht erfassten Bestände ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich Management-Massnahmen langfristig auszahlen. Weltweit sind aber nach wie vor mehr als die Hälfte aller Bestände rückläufig. Die Autoren der Studie sind überzeugt, dass sich die Mehrheit der Bestände erholen könnte, falls schnell Massnahmen ergriffen würden. Würde man den Beständen Zeit geben, sich zu erholen, wären zukünftig Fangerträge möglich, die 8 – 40% grösser sind als die aktuellen Erträge. Allerdings bleibt uns nicht mehr viel Zeit, eine Trendwende hin zu einer global nachhaltigen Fischerei einzuleiten. In 10 Jahren könnte es dafür bereits zu spät sein.

Quelle: http://www.eurekalert.org/pub_releases/2012-09/uoc--nis092712.php

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