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Angler in Queensland (Photo: T. Welsby, 1905)

Forscher haben tausende alte Zeitungen nach Fangzahlen für den australischen Schnapper ( Pagrus auratus ) durchforscht. Dieser Fisch war bereits im 19. Jahrhundert eine beliebte Beute der Freizeitangler.
Anhand der detaillierten Berichte von beinahe 300 Angeltouren, die zwischen 1871 und 1939 stattfanden, konnten die Forscher aufzeigen, dass früher in viel kürzerer Zeit wesentlich mehr australische Schnapper geangelt wurden als heute.
Heute sind nur noch Reste vorhanden
Mithilfe von statistischen Analysen ergab der Vergleich von früheren und aktuellen Fangzahlen ein erschreckendes Resultat: Der Rückgang beträgt ca. 90 %! Dieses Resultat zeigt die gleiche dramatische Entwicklung auf wie andere Studien: Die heutigen Fischbestände sind nur noch winzige Reste des ursprünglich vorhandenen Fischreichtums. Bei den als Speisefische beliebten Raubfischen geht man von einem weltweiten Rückgang von ca. 66% Prozent aus in den letzten 100 Jahren. Dadurch konnten zwar die Beutefische tendenziell profitieren. Doch nun geht es auch ihnen an „die Kiemen“, denn sie enden in immer grösserem Ausmass als Fischfutter für die boomende Aquakultur-Industrie, welche die stetig wachsende Nachfrage nach Zuchtfisch abdeckt.
Quellen:
Thurstan, Ruth H., Campbell, Alexander B. and. Pandolfi, John M (j2014) Nineteenth century narratives reveal historic catch rates for Australian snapper ( Pagrus auratus ). Journal Fish and Fisheries.
Christensen, V., Coll, M., Piroddi, C., Steenbeek, J., Buszowski, J., & Pauly, D. (2014). A century of fish biomass decline in the ocean. Marine Ecology Progress Series , 512 , 155-166.

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