Was für Fische kaufen?

fair-fish-Mulets aus dem Saloum, lecker zubereitet von Daniel Scherf


1. Fische mit fair-fish-Label
Die einzigen Fische, bei deren Gewinnung
1. der Tierschutz,
2. die Nachhaltigkeit und
3. der faire Handel
gleichzeitig und streng berücksichtigt werden.
Die Messlatte für andere Labels.

2. Zuchtfische mit Bio-Label
Hier wird auch auf anständige Tierhaltung geachtet.
Achtung: Friedfische wie Karpfen, Tilapia oder Pangasius bevorzugen; die meisten Zuchtfische sind Raubfische (Forellen, Lachs, Kabeljau usw.) und müssen mit Fischmehl gefüttert werden. Übrigens: es gibt keine Bio-Wildfische.

3. Fische mit dem Label von Friend of the Sea
Nachhaltig gefischt oder gezüchtet; aber ohne Berücksichtigung von Tierschutz und fairem Handel.

4. Fische aus kleiner lokaler Berufsfischerei
Nein, die fair-fish-Anforderungen werden hier nicht erfüllt.
Aber in der Regel wird hier rücksichtsvoller gefischt als im Meer üblich.

5. Fische mit MSC-Label
Nachhaltig gefischt; aber ohne Berücksichtigung von Tierschutz und fairem Handel.
Achtung: MSC erlaubt auch Grundschleppnetze (Hoki, Seehecht, Seelachs, Kabeljau/Dorsch) und die Befischung überfischter Arten (Pollock); diese Arten meiden.

6. Fische aus kleinen lokalen Zuchtbetrieben
Auch hier werden keine fair-fish-Anforderungen erfüllt.
Aber in der Regel wird hier nicht so intensiv gemästet wie in industriellen Betrieben.

1x pro Monat

Die wichtigste Regel heisst: Nicht mehr Fisch essen, als der Planet uns geben kann. Mehr als eine Fischmahlzeit pro Monat liegt da nicht drin – und ist auch gar nicht nötig. Mehr Info.

Wenn, dann nur:

Fische, die zu einer der 6 nebenstehenden Gruppen gehören. Alles andere stammt mit grosser Wahrscheinlichkeit aus rücksichtsloser Produktion.

Siehe dazu auch:
Was für Fische?
Labels im Vergleich
• Wieviel Fisch ist gesund? • Fischstäbchen

Welche Fischart?

Das Ausweichen auf (noch) nicht überfischte Arten ist weniger sinnvoll als die Reduktion des Fischkonsums generell. Mehr dazu hier.