Sich mit Fisch «gesund essen»?
Fisch nur als Festessen
Fisch gilt als gesund: leicht, bekömmlich, reich an Proteinen, ungesättigten Fettsäuren und Spurenelementen. Während periodisch Skandale den Appetit auf Fleisch, Geflügel oder Milchprodukte für eine Weile dämpfen, nimmt der Verzehr von Fisch kontinuierlich zu. Dass auch Fisch gesundheitliche Risiken birgt, dringt erst allmählich ins Bewusstsein.
Grundsätzlich kann man sich mit Fisch nicht «gesund essen». Wie für jedes andere Lebensmittel gilt es, individuell dessen Platz im Rahmen einer vielseitigen Ernährung zu finden: Fisch ist kein alltägliches Essen, eher etwas zu besonderen Gelegenheiten. Das darf dann auch seinen Preis haben.
Mehr dazu
• im fish-facts 5 «Wieviel Fisch ist gesund?»
• und im ergänzenden Factsheet
Omega 3
Häufig Fisch, um sich genügend ungesättigte Fettsäuren zu sichern?
Besser: Omega-3-Kapseln auf Algenbasis – gut wie Fischöl, aber ohne Fisch!
Wieviel Fisch
liegt drin?
Weltweit werden pro Jahr 92 Mio. Tonnen Fisch gefangen, davon 33 Mio. t als Futter für Zuchtfische. Bleiben 59 Mio. t Wild- plus 52 Mio. t Zuchtfische, das ergibt pro Mensch und Jahr 17 kg Fisch oder etwa 6 kg essbares Fleisch (Filet), also 40 Portionen pro Jahr – aber nicht ewig. Denn die Hälfte aller Fischbestände ist bis an die Grenzen befischt, ein Viertel sogar überfischt. Und viele Zuchtfische brauchen dreimal soviel Fisch im Futter, wie sie selber auf die Waage bringen.
Auf Dauer liegen daher etwa 20 Fischmahlzeiten pro Jahr drin. Faustregel: nicht mehr als einmal im Monat Fisch.

