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Fischhandel: Trotz Labels noch unfair

Die meisten Fische landen nicht vom Fischerboot direkt auf die Teller, sondern über den internationalen Handel. Und zunehmend stammt der Fisch, den wir im Weltnorden essen, aus dem Weltsüden.

Die Handelsbedingungen sind unfair. Die Fischer arbeiten gefährlich, aber verdienen wenig. Der Norden dezimiert nun auch die Fischbestände im Süden – zur Entwicklung anderer Einkommen im Süden aber trägt er nichts bei.

Fischhändlerinnen in Kayar, Senegal

Labels wie MSC oder Friend of the Sea stehen für nachhaltige Fischerei – mit Fairem Handel haben sie nichts zu tun. Selbst die Internationale der Fairtrade-Organisationen hat es wieder aufgegeben, eine Zertifizierung für Fairen Handel in der Fischerei zu realisieren.

fair-fish ist der einzige Standard für fairen Handel mit Fischern – und für einen fairen Umgang mit Fischen. Die Fischer im Süden wären bereit, doch der Handel im Norden ziert sich.

Der Fischhandel aller Stufen ist weit davon entfernt, Fairness-Kriterien zu erfüllen. Auch wenn die Händler sich selber bessere Noten geben möchten, wie eine Umfrage zeigte.

Fischmarkt in MBour, Senegal

Der faire Fisch schwimmt nicht selber ins Regal

fair-fish hat im Senegal ein weltweit einmaliges Projekt aufgebaut: schonend gefangene und fair bezahlte Fische für den europäischen Markt.

Bisher ohne Erfolg. Denn der Handel möchte sich zwar mit fairem Fisch schmücken – sofern der von selber ins Regal schwimmt...

Fairer Handel entsteht aber nur, wenn sich beide Seiten engagieren. Ein kleiner Verein kann nicht ersetzen, was europäische Händler tun müssten.

Verein fair-fish     Zentralstrasse 156    8003 Zürich    0041 43 333 10 62